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Nationale Partei – DER III. WEG

Säbelrasseln in der Karibik – USA verlegen Spezialeinsatztruppen vor die Küsten Venezuelas

18.02.2019 - 05:00

 

Im Streit um die Machthaberschaft in Venezuela, der zwischen dem amtierenden Präsidenten Maduro und dem selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó ausgetragen wird, mischen sich nun wenig überraschend auch die USA ein. Mehrere eingetroffene Spezialeinsatztruppen der US-Streitkräfte wurden nach Angaben des kubanischen Außenministers Bruno Rodríguez auf verschiedenen Flughäfen in der Karibik, nahe den Küsten Venezuelas, registriert.

Die Flüge seien von US-Militärstützpunkten gestartet, von denen Truppen gewöhnlich für Sondereinsätze der Marineinfanterie operieren. Die US-Amerikaner, die schon seit der Wahl von Hugo Chavez zum Präsidenten im Jahre 1999 die Opposition gegen den sozialistischen und souveränistischen Kurs des Landes unterstützen und bereits an einem Putschversuch im Jahre 2002 mitwirkten, erwägen nun sogar ein militärisches Vorgehen gegen den lateinamerikanischen Staat, da Amtsinhaber Maduro nicht daran denkt, das Land einer ungewissen Zukunft unter einem vom Westen unterstützten Putschisten zu überlassen. Rodríguez bezeichnete die von Donald Trump veranlasste Aggression in der Karibik als ein „als humanitäre Intervention getarntes Militärabenteuer in Venezuela“. Mit dieser Begründung rechtfertigt das venezolanische Militär auch die Abweisung von Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln, die an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela zur Versorgung der venezolanischen Bevölkerung bereitstehen.

Auch Venezuales Außenminister, Jorge Arreaza, erklärte sich bereits während einer Pressekonferenz im UN-Hauptquartier in New York City zu den Vorwürfen gegen die venezolanische Regierung und kommentierte diese mit den Worten: „Also, wirklich? Eine Regierung, die Ihnen mit Gewalt droht, Ihnen mit einer Invasion droht, die anderen Ländern befiehlt, Sie zu blockieren, will sie Ihnen wirklich humanitäre Hilfe leisten? Bitte, um Himmels willen: Seien wir ehrlich, das wäre absurd. Das ist eine feindliche Regierung, die Dich erst umbringt, und dann wollen sie Dir helfen.“

Weiterhin beteuerte Areazza die Bereitschaft der Regierung, mit der Opposition über eine Neugestaltung des Landes unter der Bedingung zu verhandeln, dass diese sich vom Einfluss des US-Imperialismus lossagen müssen und verurteilte jedes Vorhaben, das Venezuelas Souveränität schwächen würde.

Derweil haben sich auch in der BRD, mit Ausnahme der Linken, sämtliche Parteien des Bundestags hinter die prowestlichen Putschisten unter Guaidó gestellt. Die Linken-Abgeordnete Heike Hänsel schrieb über Twitter über einen orchestrierten, US-gestützten Staatsstreich in Venezuela, eingeleitet durch die Rede von US-Vizepräsident Pence und schloss mit den Worten „Die Bundesregierung darf den Putschpräsidenten nicht anerkennen!“