Deutsche Filme sollen gegen „Rechts“ politisiert werden
Der Präsident der deutschen Filmakademie, Ulrich Matthes, fordert mehr Politik gegen „Rechts“ in deutschen Filmen, sowie in anderen Künsten. „Grundsätzlich habe ich das Gefühl, daß sich angesichts der Zeiten, in denen wir leben, ich sage nur Stichwort Rechtspopulismus in Europa und auf der ganzen Welt, daß sich der deutsche Film und überhaupt die Künste ein bißchen politischer äußern könnten und sollten“, sagte Matthes am Freitag im RBB-Inforadio.
Dass sich deutsche Filme des Öfteren politisieren lassen, zeigt sich am besten in den Filmreihen „Tatort“ und „Polizeiruf 110“. So fand man bei „Polizeiruf 110“ auf dem Bildschirm Aufkleber wie „FCK NZS“ oder Plakate mit dem Spruch „Nazi verpiss dich! Das ist unser Viertel!“. Diese „Requisiten“ hingen im Büro der ermittelnden Polizistin. Auch einen „FCK AFD“ Aufkleber fand man im Bild, dieser wurde mittlerweile wegretuschiert. Auf dem Twitter-Account behauptete das Team von „Polizeiruf 110“, daß dieser Aufkleber dort schon seit neun Jahren kleben würde. Die AfD wurde allerdings erst 2013 gegründet. Es zeigt sich damit wieder einmal, daß nicht nur die konkrete Politik hierzulande ein Problem ist, sondern auch ein Elitenwechsel im kulturellen Betrieb dringend notwendig ist.