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Nationale Partei – DER III. WEG

Zahl der Sozialwohnungen geht weiter zurück

29.08.2019 - 04:00

Dass in der BRD ein akuter Mangel an Wohnraum herrscht, ist mittlerweile jedem bekannt. Jahre politischer Untätigkeit und die Gier privater Investoren haben eine Situation geschaffen, in der die Miete einen immer größer werdenden Teil des Einkommens schluckt, was besonders die trifft, die durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse ohnehin schon am Existenzminimum leben.

Doch trotz aller Ankündigungen etwas unternehmen zu wollen, verschärft sich die Situation immer weiter. Statt mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ging 2018 im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Sozialwohnungen um über 40.000 zurück. Ein Rückgang um 3,5 Prozent, der dadurch zustande kommt, dass Sozialwohnungen nach 30 Jahren in den freien Markt übergehen. Ohne die staatliche Regulierung des Mietpreises, steigt dieser auf das reguläre Niveau und ist für viele nicht mehr zu stemmen. In den letzten 15 Jahren hat sich daher die Zahl dieser Wohnungen halbiert und trotz neuer staatlicher Fördermittel ist keine Umkehr in Sicht, einzig in Bayern und Sachsen war ein Zuwachs zu verzeichnen. Mit 1285 in Bayern und ganzen 161 in Sachsen jedoch kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, dass Experten zufolge mehr als fünf Millionen Wohnungen für Sozialschwache fehlen. Deren Forderungen für staatliche Investitionen von bis zu 10 Milliarden Euro werden von den tatsächlichen 1,5 Milliarden nicht nur unterschritten, sondern sollen auch noch auf 1 Milliarde gesenkt werden.

Man kann also davon ausgehen, dass dieser Trend sich fortsetzen wird. Mit jedem Jahr werden mehr der bestehenden Sozialwohnungen in den freien Markt übergehen, wo die durch Spekulanten hochgetriebenen Preise den Wohlstand aus den Händen des Volkes in die Taschen internationaler Investoren verschieben.

Während all dies vonstattengeht, betreibt man in Berlin und in den Landtagen lieber nur Symbolpolitik oder schiebt sich gegenseitig die Schuld zu, als endlich das Problem konsequent zu bekämpfen.
Arbeit muss sich wieder lohnen, damit Menschen überhaupt nicht erst auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Wo der Markt keinen bezahlbaren Wohnraum schafft, muss der Staat nachhelfen. Es geht um die elementarste Lebensgrundlage eines Volkes, hier darf nichts dem Zufall überlassen werden. Staatliches Handeln ist in solchen Dingen keine Option, sondern eine Pflicht.