„Unbekannte“ stören Holocaust-Gedenk-Konferenz mit Hitler-Bildern
Die israelische Botschaft in Berlin hat mitten in der Corona-Krise ein Online-Gedenkveranstaltung für die „Opfer des Holocaust“ durchgeführt. Dafür nutzten die Initiatoren eine Zoom-Videokonferenz, um auch in Zeiten von Kontaktverboten entsprechend agieren zu können.
„Unbekannte“ zeigen Hitler-Bilder
Als der „Holocaust-Überlebende“ Zvi Herschel gerade mit seinen Ausführungen beschäftigt war, nutzten nach Informationen des Spiegel „Unbekannte“ die Gunst der Stunde, um ihre Ablehnung der Veranstaltung deutlich zu machen. Die Täter verbreiteten in der Videokonferenz unter anderem Fotos von Adolf Hitler und Bilder mit Hakenkreuzen.
Außerdem solidarisierten sich die „Unbekannten“ mit Palästina. Entsprechende „Palästina, Palästina“-Rufe störten die Live-Veranstaltung zusätzlich zu den optischen Irritationen, die die Teilnehmer zu beklagen hatten. Selbstredend echauffierte sich Zvi Herschel über die Unterbrechung seiner Rede und einen vermeintlich starken „Antisemitismus“ in der Gesellschaft.
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass ausgerechnet Außenminister Heiko Maas (SPD) die Aktion ebenfalls scharf verurteilte. Das Zeichen der Ablehnung der Online-Veranstaltung bezeichnete er „als eine unbeschreibliche Schande“. Es sei eine „bodenlose Respektlosigkeit gegenüber den Überlebenden und dem Gedenken an die Verstorbenen“, posaunte er über den Kurznachrichtendienst Twitter in die Welt hinaus.