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Nationale Partei – DER III. WEG

Der Gesinnungsstaat schlägt zu – Wahl zum Kulturamtsleiter torpediert

31.05.2020 - 05:00

Der Umbau Deutschlands in eine Gesinnungsdiktatur geht in die nächste Runde. Im sächsischen Radebeul wurde letzte Woche der Schriftsteller Dr. Jörg Bernig vom örtlichen Stadtrat zum neuen Kulturamtsleiter gewählt. Demokratisch, korrekt, völlig normal – sollte man naiverweise meinen.

Zu seinem Pech hatte Bernig allerdings zu viele seiner Grundrechte in Anspruch genommen:

In einem Essay kritisierte er 2015 die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, die zum „massenhaften un- oder kaum kontrollierten Grenzübertritt“ einlade. Außerdem gehörte er zu den Erstunterzeichnern der „Erklärung 2018“, in der sich zahlreiche Intellektuelle gegen eine Beschädigung Deutschlands durch illegale Masseneinwanderung ausgesprochen hatten. Das Maß voll machte noch ein Gastbeitrag für die neurechte Zeitschrift Sezession.

 

Merke(l): Meinungsfreiheit gibt es nicht zum Nulltarif

Anlaß genug, dem Erfurter Beispiel zu folgen und die rechtmäßige Wahl rückgängig zu machen.

Der parteilose Oberbürgermeister Bert Wendsche legte nun sein Veto gegen den Stadtratsbeschluss ein, um die Berufung Bernigs zu verhindern. Zur Begründung nannte er eine nicht näher erläuterte „Nachteiligkeit für die Stadt“.

Vorangegangen waren neben dem üblichen medialen Druck ein offener Protestbrief von „Künstlern“, darunter solch` illustren Gestalten wie dem DDR-Jazzmusiker Günter ‚Baby‘ Sommer, dem Tätigkeiten für die Stasi nachgesagt werden.

 

Hass und Hetze überall – immer von den Anderen

Man befürchte das „Ende der Vielfalt in der bunten Kunst- und Kulturlandschaft in unserer weltoffenen Stadt Radebeul“ – weniger Dramatik scheint nicht zu genügen. Daß zur Vielfalt auch andere Personen und Meinungen gehören, als die üblichen links-grünen, scheint den Wehret-den-Anfängen-Sprechpuppen nicht in den Sinn zu kommen.

Ironischerweise schaltete sich auch die Schriftstellervereinigung PEN, laut eigener Angabe der Freiheit des Wortes verpflichtet, ein – natürlich ebenfalls gegen Bernigs Ernennung.

 

Wählen, bis das Ergebnis stimmt

Es scheint, DDR-Ungeist und BRD-Sozialisierung haben vor allem in Intellektuellenköpfen brachliegende Landschaften hinterlassen.

Nun muss vom Stadtrat neu entschieden werden. Wählen, bis das gewünschte Ergebnis eintritt – wir kennen es mittlerweile. Aber was will man in einem Staat erwarten, in dem die amtierende Bundeskanzlerin befiehlt, die gültige Wahl eines Ministerpräsidenten rückgängig zu machen?

Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopfe her.