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Nationale Partei – DER III. WEG

Bundeswehr ein weiteres Mal im Visier der „politischen Korrektheit“

27.06.2022 - 10:00

Was den Europäern seit dem Altertum als Inbegriff von Gerechtigkeit und richtigem Maß gilt – nämlich „Jedem das Seine“ – ist bestimmten, sich als exklusiv betrachtenden Nichteuropäern Stein des Anstoßes. „Jedem das Seine“ ist nicht nur in seiner lateinischen Form „Suum Cuique“ die Ordensdevise des 1701 von Friedrich I. gestifteten preußischen Schwarzen Adlerordens. Es ist auch in der Gesetzgebung zu finden, nämlich im „Gleichheitsgrundsatz“. Gemeint ist, Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln.

Eigentlich gäbe bei dieser Devise also gar keine berechtigte Aufregung. Die wird aber auch von den Feldjägern der Bundeswehr in der lateinischen Form „suum cuique“ auf Abzeichen, die etwa am Barett getragen werden, verwendet. Was naturgemäß Gesinnungsriecher auf den Plan ruft.

So etwa den Direktor der „Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“, Jens-Christian Wagner. Der ordnet den Spruch aus dem Altertum im 20. Jahrhundert ein und befindet „wegen seiner zynischen Verwendung am Lagertor des KZ Buchenwald“ eine historische Belastung, die dazu führen soll, dass auch sein lateinisches Original als Motto für Verbände der Bundeswehr nicht tragbar sei. Ebenso empört zeigt sich der Kopf des Zentralrats der Juden, auch er verlangt ein Ende der Nutzung der Devise durch die Bundeswehr. Wo endlich der Zentralrat der Juden ist, da ist auch die „Christlich Demokratische Union“ nicht weit. Für die darf sich Bundestags-Fraktionsvize Johann Wadephul (CDU) empören.

So wird in der BRD dieser Tage also jetzt auch der Kulturkampf gegen das Altertum und den Gleichheitsgrundsatz aufgenommen. Was wird am Ende in diesem System überhaupt noch an überlieferten Grundsätzen übrig bleiben, auf die sich auch das Deutschland zwischen 1933 und 1945 berufen hat?