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Entsetzen über Tötung von mehr als 1400 Delfinen auf Färöer-Inseln (+Video)

25.09.2021 - 10:00

Die Färöer sind eine autonome, zur dänischen Krone gehörende Inselgruppe. Sie besteht aus 18 vulkanischen Felseninseln, die zwischen Island und Norwegen im Nordatlantik liegen und durch Straßentunnel, Fähren, Dammstraßen und Brücken miteinander verbunden sind.

Die Tötung hunderter Delfine bei einer Jagd auf den Färöer-Inseln hat bei Umweltschützern für Empörung gesorgt. Die autonome Regierung verteidigte am Dienstag die als “Grindadrap“ bezeichnete traditionelle Jagdpraxis, die „gut organisiert und vollkommen reguliert“ sei. Jäger hatten binnen eines Tages mehr als 1.400 Delfine in einen Fjord getrieben und anschließend getötet.

Der Walfang geht auf den Färöer-Inseln bis in die Wikingerzeit zurück. Die Tiere werden von Schiffen und Booten in eine Bucht getrieben, dort bestialisch geschlachtet und das Fleisch im Anschluß an alle Teilnehmer verteilt. Hauptsächlich werden Grindwale erlegt, aber manchmal auch Delfine. Laut färöischen Zählungen wurden im letzten Jahr insgesamt 576 Grindwale, sowie 35 Weißseitendelfine getötet. Die Zahl von über 1.400 getöteten Delfinen ist also schon außergewöhnlich hoch. Selbst der ehemalige Vorsitzende der färöischen Vereinigung für den Grindwalfang sagte zu der Aktion, die Tötung einer solch großen Anzahl an Delfinen sei überzogen.

 

 

Die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd veröffentlichte Videos, auf welchen zu sehen ist, wie Männer die Tiere aus blutgetränktem Wasser an den Strand ziehen. Die Organisation sprach von der größten Herde Meeressäuger, die auf den Färöer-Inseln jemals bei einer einzigen Aktion getötet worden sei.

Es ist natürlich ein schwieriges Thema, bei dem sorgfältig abgewogen werden muß. Auf der einen Seite steht eine Jahrhunderte alte Tradition. Auf der anderen steht jedoch das unnötige Abschlachten von Meeressäugern. Sicherlich sollte das althergebrachte Brauchtum gepflegt werden, aber hierfür würde es auch reichen, wenn man nur wenige Tiere fängt und anschließend human tötet. Aber es geht auch hier nicht ohne klare Regeln und Gesetze. Das Tierwohl sollte stets an erster Stelle stehen. Gerade da hat die BRD auch klar Nachholbedarf. Allerdings sind zurzeit Inzidenzzahlen, irgendwelche “G”-Regeln und Verbrennungsmotorenverbote die vorherrschenden Wahlk(r)ampfthemen in der BRD.

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