Die Blue Jeans
Bei dem Artikel handelt es sich um einen Diskussionsbeitrag. Es handelt sich um die Meinung des Autors.
In nationalen Kreisen kommt hin und wieder das Thema auf, ob nicht auf Kleidungsstücke wie die Blue Jeans prinzipiell verzichtet werden sollte. Dabei steht die Blue Jeans in der folgenden Betrachtung nur stellvertretend für einige umstrittene Kleidungsstücke sowie Lebensmittel und Lebensweisen, die von einem Teil Nationaler als kritisch bis unvereinbar mit einer deutschen Weltanschauung und Werten wie Würde und Solidarität gesehen werden. Um nicht missverstanden zu werden: es soll sich niemand aufgrund folgender Kritik als unzureichend oder ausgeschlossen fühlen. Vielmehr soll die Kritik vernünftig und nachvollziehbar begründet sein, um zumindest Verständnis für die unterschiedlichen Standpunkte zu bekommen. Wiederum fühlt sich der andere bestärkt und gewinnt weitere Sichtweisen.
Die Jeans-Befürworter
Vorweg aber noch der Standpunkt der Jeans-Befürworter:
Von jenen heißt es i.d.R., dass die Jeans eine praktische und robuste Hose sei und dass man den Gebrauch auch ganz unbelastet handhaben sollte, zumal die Jeans sehr verbreitet ist (Alternativen gibt es dennoch genug). Historische Rückblicke machten einem nur das Leben schwer und seien übertrieben idealistisch, ja weltfremd. Es gebe brennendere Themen und Wichtigeres, als dass man sich mit solchen Themen aufhält.
Dass ein durchschnittlicher national denkender Mensch so argumentiert, kann der Verfasser dabei noch nachvollziehen. Dass solche Argumente aber von Leistungsträgern und Führern kommen, auf welche die Blicke der Anderen gerichtet sind, ist aus Sicht des Verfassers schmerzlich. Sie sind, ob sie wollen oder nicht, Vorbilder.
Argumente gegen das Symbol “Jeans”
Nun, was aber spricht gegen das Tragen der Blue Jeans? Man stelle sich mal vor, man wäre in der Rolle eines Angehörigen einer früheren Generation. Man übersteht einen Weltkrieg, sah Kameraden fallen und durchlitt Gefangenschaft, Demütigung, Hunger und Not. Allem voran stand der Entschluss, für die lebensnotwendigen Grundlagen, Freiheit und Selbstbestimmung des eigenen Volkes sein Leben einzusetzen. Nachdem man das alles mit mehr oder weniger anständiger Haltung durchgestanden hatte, muss man letztlich mit ansehen, wie sich die eigene Jugend freiwillig die “Kulturgüter“ der Besatzer anzieht. Von jenen, die aus dem eigenen Volk einen Trümmerhaufen, Leichenberg, Pufferstaat und Kolonie gemacht haben.
Von dieser Zeitzeugengeneration sind nun freilich kaum mehr welche am Leben. Aber ist es nicht auch eine Frage nationaler Werte, die Besatzer-Hose nicht zu tragen oder haben wir bereits keine Werte mehr? Was sind denn dann überhaupt noch Werte für einen deutschen Nationalisten? Allein das Stoppen der Überfremdung kann es nicht sein. Was der Verfasser insbesondere dabei nicht versteht, ist, dass es keiner übermenschlichen Willenskraft bedarf, um im Laden eine andere Hose zu kaufen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Spartaner, welche so gern als Ideal gesehen werden, ihren Kosmos u.a. durch Verzicht aufrechterhalten haben. Hiervon kann man sich durchaus ein Scheibchen abschneiden. Vielleicht hilft dem ein oder anderen auch das Gedankenspiel, den Spieß umzudrehen, indem man moralisch begründeten Verzicht als Befriedigung und gute Tat empfindet.
Ein anderer Aspekt ist folgender: die unkritische Übernahme von fremden Lebensweisen führt dazu, dass der durch die Zeit verlaufende Faden zu unseren Vorfahren gekappt wird. Ohne dass es einem bewusst wird, ist man “zivilisierter Mensch“, den wiederum jeder bewusst völkisch Nationale als missratene Variante neben dem Kulturmenschen sehen muss. Der zivilisierte Mensch muss nämlich letztlich in “dem Weltbürger” münden und das bedeutet die Aufgabe der völkischen Eigenart. Wenn in unseren Funktionären aber überwiegend jener Keim gedeiht und vorgelebt wird, dann hat Deutschland nichts von uns zu erhoffen und nie werden wir die Strahlkraft entwickeln, die Besten in unserem Volk anzuziehen. Es mag zugegebenermaßen eine unterschwellige Angelegenheit sein, aber sie hat Bedeutung.
Letzteres soll nicht klingen, als ob damit die Lösung all unserer Probleme gefunden wäre. Natürlich gibt es eine Menge anderer Faktoren. Eine positivere Einstellung zu solchen Aspekten würde aber einen gesundenden Prozess bedeuten.
Als Schlussfolgerung aus dem Blickpunkt, den roten Faden beizubehalten und weiter zu spinnen, muss die Erkenntnis stehen, dass eine harmonische Entwicklung der Kultur vonstattengehen muss. Das heißt, Neues muss verwandt sein mit dem Alten oder es muss dem deutschen Wesen entsprechen und wird letztlich von dem Großteil des deutschen Volkes angenommen oder hat zumindest das Potential dazu. Den bekannten Subkulturen kann man diese Eigenschaft absprechen. Aber ganz allgemein betrachtet, was spricht denn dagegen, besonderen Vorlieben in einem gewissen verträglichen, untergeordneten Rahmen nachzugehen?
Als weiteren Blickwinkel möchte der Verfasser darauf hinweisen, dass es besonders Fremdes mit Symbolcharakter zu meiden gilt. Mit Abscheu hat der Verfasser bspw. das Loblied auf die Blue Jeans in dem Film “Vater, Mutter und neun Kinder“ mit Heinz Erhardt vernommen. Viele andere Beispiele gibt es darüber hinaus, wo dieses Narrengewand angepriesen wurde, um sich den Besatzern anzubiedern.
Abschließende Gedanken
Aber was soll man am Ende dieses Textes mitgenommen haben? Keine Jeans und alles ist gut? Vielleicht auch auf alles andere verzichten, was einmal aus dem Ausland gekommen ist? Auch keine Kartoffeln mehr essen (Herkunft: Südamerika), keinen Schwarztee mehr trinken, insbesondere nicht für unsere Friesen, keine Schokolade, kein Kaffee usw.?
Nein, das wäre stures Schwarz-Weiß-Denken. Es gilt, mit Vernunft an die Sache ‘ran zu gehen. Kann ich die Ablehnung oder den Verzicht vernünftig begründen oder ist es haltlos? Gebe ich meiner Kultur in meinem Leben genug Raum oder spielt sie eine untergeordnete Rolle?
Charles Darwin soll einmal gesagt haben, nichts ist beständiger als Veränderung. Das gilt für jede Lebensform wie für unser Volk. Die Kartoffel ist nun schon lange in Deutschland kultiviert und eine Symbiose aus der Tat einer genialen Persönlichkeit (Kartoffelbefehl) und dem Getragenwerden durch das breite Volk, mittlerweile schon über Jahrhunderte, geben ihr ihre Berechtigung. Letzteres ist überhaupt ein sinnvoller Maßstab, ob etwas Teil unserer Kultur werden darf.
Die Bauern sind seit jeher der Kern unseres Volkes gewesen. Was dieser bodenständige, verwurzelte Volksteil über eine gewisse Dauer getragen und angenommen hat, ist ein Fürspruch für Einbindungen in unsere Kultur. Leider ist diese Basis in der Form nicht mehr gegeben und es ist schwieriger geworden, sinnvolle Erweiterungen oder Wandlungen unserer Kultur zu erkennen. Für den Leser soll am Schluss aber mindestens der Ansatz einer Denkweise mitgegeben sein, wie man im Einklang mit den Grundgedanken einer volkserhaltenden Weltanschauung sein Leben gestalten kann. Und, wie bereits erwähnt, Verständnis geschaffen werden für andere Standpunkte im nationalen Lager.