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Nationale Partei – DER III. WEG

„Es ging spazieren vor dem Tor, ein kohlpechrabenschwarzer Mohr.“

05.09.2020 - 10:00

Als 1844 der Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann die Geschichte von den schwarzen Buben in „Struwwelpeter“ verfasste und damit den Kindern die Botschaft vermitteln wollte, dass man Minderheiten nicht ärgern soll, hätte er wohl nie gedacht, dass 176 Jahre später einige Wirrköpfe rassistische Hetze in das Kindergedicht hineininterpretieren.

Am Begriff Mohr hat sich auch die darauffolgenden 150 Jahre kaum jemand gestört, bis die Sprachwächter, wie nach Abfall suchende Ratten, auch vor Kinderbüchern nicht Halt machten. Wir als Kinder haben damals durchaus die Botschaft des Gedichtes verstanden. Und so zieht sich der Irrsinn wie ein roter Faden durch unser aller Alltag.

Jüngstes Beispiel ist der Konflikt um die Friedberger Mohren Apotheke. Diverse links/grün versiffte Sprachpolizisten haben sich auf den vermeintlich rassistischen und diskriminierenden Namen der seit 1621 existierenden Apotheke eingeschossen. „Tradition hat Zukunft“ sagte dazu die 30jährige Apothekerin. „Der Begriff ist keine Beleidigung, sondern im Gegenteil eine große Ehre für schwarze Menschen. Bei der Apothekergründung 1621 wurde so die fortschrittliche Medizin der Mauren gewertschätzt.“

Für diese völlig korrekte Interpretation wurde die junge Frau jedoch mit beleidigenden Nachrichten und aggressiven, sinnfreien Demos belästigt. Über Unterschriftensammlungen haben der Apothekerin jedoch schon über 3.000 Kunden ihre Unterstützung zugesagt. Eine Online-Petition vor 2 Jahren brachte sogar 25.000(!) Fürsprecher! Sehr lobenswert, dass immer mehr Aufrechte aus dem Bürgertum den linken Diktatoren die Stirn bieten, ganz im Gegensatz zu Großkonzernen, wie Sarotti oder Knorr, die im vorauseilenden Gehorsam einknicken und ganze Produktpaletten umbenennen oder gleich ganz aus dem Sortiment nehmen.

Dass selbst der Vorsitzende des Friedberger Ausländerbeirats, Receb Kaplan, gegen eine Umbenennung ist, wird allerdings den Tugendwächtern egal sein. Sie suchen weiter nach der Nadel im Heuhaufen und lenken damit von den wirklichen Problemen im Land ab. Bei aktuell 50.869 in Deutschland lebenden Menschen mit Nachnamen Mohr haben sie allerdings noch eine Menge Arbeit vor sich.