Schweden: Rassenunruhen nach Koranverbrennung in Malmö (+Videos)
Bei einer Kundgebung in Malmö wurde eine Koranausgabe verbrannt. Mitglieder der dänischen Partei „Strammer Kurs“ hatten zu der Veranstaltung aufgerufen. Die rechtspopulistische Partei sorgt immer wieder mit provokanten Aktionen für Aufsehen. Ihr Vorsitzender Rasmus Paludan hat beispielsweise im vergangenen Jahr einen in Schinken eingewickelten Koran verbrannt.
Als die Nachricht von der Kundgebung in Malmö die Runde machte, kam es zu schweren Ausschreitungen. Etwa 300 Migranten attackierten Polizeibeamte mit Steinen und zündeten Reifen an. Malmö ist eine der am stärksten überfremdeten Städte Schwedens. Bereits jetzt haben 42 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund und jährlich steigt die Zahl der Ausländer um etwa 3500 Personen oder um ein Prozent der Stadtbevölkerung.
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Eine verlorene Stadt? Rassenunruhen in Malmö
Wer an Schweden denkt, denkt an Skandinavier mit blonden Haaren und blauen Augen. An nordisch-kühle Menschen, die in Ruhe in einem weiten Land leben. Doch das heutige Schweden hat sich stark gewandelt, denn wie auch Deutschland ist Schweden eines der Hauptziele von art- und kulturfremden Migranten. Diese sammeln sich bevorzugt in Ballungszentren, in denen die indigene schwedische Bevölkerung schnell zu einer Minderheit geworden ist. Ein Schwerpunkt dieser Entwicklung ist die Großstadt Malmö. Von den 313 000 Einwohnern hat bereits jetzt fast die Hälfte einen Migrationshintergrund. Kontinuierlich werden es mehr. Um etwa 3500 Personen oder rund ein Prozent der Stadtbevölkerung erhöht sich jährlich der Ausländeranteil. Insbesondere der Stadtteil Rosengard sticht negativ hervor. Hier haben bereits 85 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund. Für Negativschlagzeilen sorgte die Stadt auch durch Bandenkriminalität. Im vergangenen Jahr wurde ein 15-jähriger Junge vor einer Pizzeria erschossen, im Zusammenhang mit dem kriminellen Treiben. Ein weiterer Jugendlicher überlebte mit einer Schussverletzung.
Bekanntlich ist der Islam die gängige Religion unter den überwiegend muslimischen Einwanderern. Daher glich die Aktion der Partei „Strammer Kurs“ einem Stich ins Wespennest. Eine Handvoll Aktivisten organisierte eigenmächtig eine Kundgebung, nachdem eine angemeldete Versammlung verboten worden war. Dort entzündeten die Männer einen Koran. Dem eigentlichen Vorsitzenden der Partei, Rasmus Paludan, war die Einreise aus dem nahen Dänemark nicht geglückt. Die Nachricht von der Aktion sorgte schnell für aufwallendes Blut unter den Malmöer Migranten. In dem Ausländerviertel Rosengard randalierten Hunderte Migranten. Reifen wurden verbrannt, Feuerwerk entzündet und Polizisten attackiert. Ein Großaufgebot an Beamten war nötig, um die Situation wieder zu beruhigen. 15 Randalierer wurden kurzzeitig verhaftet. Gegenüber lokalen Medien musste die Polizei bekannt geben, dass sie zeitweise keine Kontrolle mehr über das Geschehen hatte.
Law enforcement forces getting attacked in #Malmo #Sweden #Rosengård pic.twitter.com/QUW0ojPNQ5
— ⚡️🌎 Sarwar 🌐⚡️ (@ferozwala) August 28, 2020
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Anti-Islam: Pro-zionistische Partei „Strammer Kurs“
Die Partei „Strammer Kurs“ aus Dänemark kann in Deutschland wohl am ehesten mit der ehemaligen Anti-Islam-Partei „Die Freiheit“ verglichen werden. Anders als die mittlerweile aufgelöste Partei um den Israel-Liebhaber Michael Stürzenberger sorgt das dänische Pendant um Rasmus Paludan mit deutlich radikalerem Auftreten für Aufsehen. So fordert die Partei die Abschiebung aller Einwohner Dänemarks, die nicht ethnische Dänen sind. Alle Personen aus nicht-westlichen Ländern sollen aus Dänemark ausgewiesen werden, auch wenn sie einen dänischen Pass haben oder in Dänemark geboren sind. Auch Ehepartner von Dänen aus nicht-westlichen Staaten dürfen nach dem Willen der Partei nicht in dem Land leben. Das Ehepaar muss in dieser Konstellation ins Ausland ziehen. Auch Personen aus Bosnien oder dem Kosovo sollen repatriiert werden. Antragssteller auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung sollen in ihr Heimatland zurückgebracht und ansonsten inhaftiert werden. Ausgenommen sind jedoch explizit Juden und Personen, die als Säugling oder Kleinkind adoptiert wurden.
Positiv bewertet die Partei den US-imperialistischen Kriegseinsatz in Afghanistan. Führende Funktionäre der Partei, wie John Salvesen, sind Homosexuelle. Ein Kreisleiter der Partei soll Drogen wie Amphetamine und Haschisch konsumiert und verteilt haben. Vorwiegend beschäftigt sich die Partei jedoch mit dem Abhalten von Anti-Islam-Kundgebungen. Die Kundgebungen stehen unter dem Motto: „Demonstration für Dänemark und gegen kriminelle Gesellschaftsversager“ Diese laufen nach einem ähnlichen Schema ab. Wenige Aktivisten versammeln sich in einem besonders überfremdeten Viertel. Rasmus Paludan stellt sich als „Soldat der Freiheit“ vor und beginnt anschließend damit, Gegendemonstranten und Muslime zu beleidigen. Als Höhepunkt der Veranstaltung wird ein Koran verbrannt oder zertreten. Allein 2018 hielt die Partei 53 derartige Kundgebungen ab. Bereits im April 2019 rasteten Migranten im Kopenhagener Stadtteil Norrebro aus und zündeten unter anderem Autos an.
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Trotz radikaler Forderungen verfügt die Partei nicht über ein stimmiges Gesamtkonzept. Wie andere populistische Parteien absorbiert „Strammer Kurs“ daher zwar oppositionelle Kräfte, kann jedoch keine erfolgreiche Alternative zum herrschenden System darstellen. Die einzige wirklich alternative Organisation in Skandinavien ist die Nordische Widerstandsbewegung, die mit der nationalrevolutionären Bewegung „Der III. Weg“ zusammen kämpft. Die nordische Widerstandsbewegung verfügt sowohl über einen dänischen als auch einen schwedischen Ableger. Interessant zur Lage in Dänemark ist daher das folgende Interview mit Vertretern der Nordischen Widerstandsbewegung (Teil 1, 2).