Nur weisse Leben zählen – ZDF will Zuschauer offenbar für dumm verkaufen
Die Erkenntnis, dass die Nachrichtensendung „heute“ des über Zwangsgebühren finanzierten TV-Senders ZDF nicht für seriöse und ausgewogene Berichterstattung steht, dürfte sich zumindest beim kritischen Teil der Fernsehzuschauer mittlerweile durchgesetzt haben. Bemühte man sich früher noch um eine nicht allzu offensichtliche, subtile Manipulation der Zuschauer, begnügt man sich mittlerweile offensichtlich mit äussert plumpen Methoden der Meinungsmanipulation.
Wie vor kurzem auf unserer Netzseite berichtet, hatten Fans des englischen Fussballvereins FC Burnley beim Spiel ihrer Mannschaft gegen Manchester City ein Kleinflugzeug gechartert, welches mit einem Banner, auf dem der Satz „White Lives Matter Burnley“ prangte, den Austragungsort des Fussballmatches überflog. Die zu erwartenden Betroffenheitsbekundungen und Empörungsrituale von offizieller Seite in Grossbritannien folgten schnell. Offenbar zählen ausschliesslich „schwarze Leben“, während die Erinnerung daran, das selbiges selbstverständlich auch für „weisse Leben“ gelten sollte, von den einschlägig bekannten Kreisen bereits als „rassistische Aussage“ eingeordnet wird.
Versehentliche Falschübersetzung oder bewusste Manipulation?
Die „heute-Sendung“ vom 23. Juni 2020 nahm sich des Themas an und berichtete über den „rassistischen Eklat“. Die Losung „White Lives Matter“ (Weisse leben zählen) wurde von der Nachrichtenredaktion kurzerhand mit „Nur weisse Leben zählen“ ins Deutsche übersetzt. Offenbar hofften die Macher von „heute“ auf mangelhafte Fremdsprachenkenntnisse der Zuschauer.
Der erhoffte empörte Aufschrei blieb jedoch aus. Stattdessen hagelte es massenweise Kritik vonseiten der Zuschauer. Infolgedessen sah sich das ZDF gezwungen, den Beitrag in seiner online verfügbaren Mediathek abzuändern. Das Wort „nur“ wurde aus der Tonspur des Beitrags entfernt. Darüber hinaus veröffentlichte das ZDF eine Stellungnahme, in der man den Sachverhalt richtigstellte und die falsche Übersetzung zugab.
In Anbetracht der seit langem zu beobachtenden Häufung derartiger „unbeabsichtigter Fehler“, welche den öffentlich-rechtlichen Fernsehkanälen unterlaufen, fällt es schwer, diesbezüglich noch an ein Versehen zu glauben.