Australien: Rustikaler Polizeieinsatz löst „Black Lives Matter“-Proteste aus
Ein 16-jähriger Aborigine hat sich in Sydney bei einem Polizeieinsatz leichte Verletzungen zugezogen. Bei einer Kontrolle hatte der schmächtige Jugendliche einen Beamten bedroht. Dieser verhaftete den aufmüpfigen Ureinwohner daraufhin unsanft. Ein bei der Festnahme entstandenes Video war der Auslöser für „Black Lives Matter“-Nachahmer-Demonstrationen in vielen australischen Städten. Auch in Australien gäbe es Rassismus – gegen schwarze Aborigines. Dies machen die Demonstranten an der verhältnismäßig hohen Quote an Inhaftierungen von Aborigines fest. Lediglich 2,4 Prozent der australischen Bevölkerung gehören den in Stammesverbänden organisierten Ureinwohnern an.
Beine weggetreten – Aborigine verletzt sich leicht
Eine Videoaufnahme aus Surry Hills, einem Vorort von Sydney, hat einen Sturm der Entrüstung in Australien ausgelöst. In dem Video ist zu sehen, wie Polizisten eine Gruppe Jugendliche kontrollieren. Dabei ist zu hören, wie jemand den Beamten droht, sie von den Beinen zu holen. Offenbar wollte dem einer der Polizisten zuvorkommen. In einer lehrbuchmäßigen Aktion zieht der Polizist einem Verdächtigen in grauem Pullover die Beine weg und fesselt seine Hände auf dem Rücken. Wimmernd und weinend liegt der Jugendliche anschließend auf dem Boden. Bei dem Vorfall hat sich der Jugendliche an der Schulter leicht verletzt, Schrammen an Knie, Ellenbogen und Gesicht zugezogen sowie einige Zähne gebrochen. Der Jugendliche konnte noch am Abend aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Bei einer Pressekonferenz am Tag nach der Tat äußerte der lokale Polizeisprecher Mick Willing seine Besorgnis über den harten Polizeieinsatz, zeigte sich aber ebenso besorgt über eine mögliche Instrumentalisierung des Videos. Er wies daraufhin, dass die Situation in Australien nicht mit der Situation in den USA vergleichbar sei und man ein friedliches Zusammenleben mit der Aborigine-Gemeinde praktiziere. Offenbar ahnte Willing schon, was folgen sollte. Nur wenige Tage zuvor war in Amerika der schwarze Drogenhändler, mutmaßliche Geldfälscher und Gewalttäter George Floyd nach einem Polizeieinsatz verstorben. Der medial stark verbreitete Fall war der Anlass für heftige Rassenunruhen, Plünderungen und Gewaltexzessen in den Vereinigten Staaten. Auch in Australien existiert eine „Black Lives Matter“-Bewegung, die offenbar nur auf einen Vorwand zum Losschlagen gewartet hat.
„Jeder Tag ist ein schlechter Tag für das Volk der Aborigines“
Der Polizeisprecher entschuldigte das Vorgehen des Beamten damit, dass der Polizist einen „schlechten Tag“ gehabt habe. Der entrüstete Vater des leicht verletzten Jugendlichen hielt eine eigene Pressekonferenz ab, auf der er sogleich eine dramatische politische Botschaft transportierte: „Jeder Tag ist ein schlechter Tag für das Volk der Aborigines. Jeder Tag, jedes Jahr, von Jahr zu Jahr. Wir haben mit psychischen Problemen zu kämpfen, mit Arbeitslosigkeit. Wir werden ins Visier genommen, nur weil wir sind, wer wir sind“ Er forderte eine Anklage des Polizisten. Die indigene Bevölkerung macht in Australien etwas mehr als zwei Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Dennoch stellen sie fast dreißig Prozent aller Gefängnisinsassen. Aus diesem Umstand leitet „Black Lives Matter“-Australien gleich ihrem amerikanischen Pendant „strukturellen Rassismus“ ab.
Dabei haben Aborigines einen sehr niedrigen Bildungsgrad. Aufgrund eines rassischen Unterschieds – bei Aborigines ist der Alkoholabbau aufgrund eines fehlenden Enzyms verlangsamt – werden die Ureinwohner offenbar schneller auffällig unter Alkoholeinfluss. Ein weiterer Grund für die hohe Kriminalitätsrate ist der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen in Aborigine-Gemeinden. In einer Studie von 2012 wurde festgestellt, dass die Rate von sexuellen Missbrauchsfällen bei Aborigines zwischen zwei und viermal höher lag im Verhältnis zur übrigen Bevölkerung. In einer Umfrage unter 300 Aborigines konnte kein Einziger von einer Familie ohne Fällen von sexuellem Missbrauch von Minderjährigen berichten.
Tausende, überwiegend weiße Australier sind in der Folge in Städten wie Canberra, Melbourne und Sydney auf die Straße gegangen. Australiens Premierminister Scott Morrison hatte vor der Teilnahme an „Black-Lives-Matter“-Demonstrationen aufgrund der aktuellen Covid19-Pandemie gewarnt und das oberste Gericht im Bundesstaat New South Wales hatte die Demonstrationen sogar untersagt. Ungeachtet der Warnungen vor der Pandemie gingen Aborigines und links-grüne Lobbyisten dennoch auf die Straße. Offenbar ignorierten die Demonstranten, dass die heute geringe Zahl an Aborigines auch auf eingeschleppte Krankheiten zurückzuführen ist, mit denen die Immunsysteme der Ureinwohner nicht umgehen konnten.