Ukraine: Polizei greift Protest gegen Christopher Street Day in Charkiw an – Nationalisten antworten mit spontanem Protest vor Polizeirevier
Am vergangenen Sonntag wurde in Charkiw eine Demonstration unter der Regenbogenflagge initiiert.
Das Spektakel wird im Nachgang wie üblich von der internationalen Homoszene und der deutschen Presse als Erfolg propagiert, doch das Gegenteil ist der Fall. Ja, es war eher ein Reinfall. Nur durch internationalen Druck und unter Polizeischutz lief die erste Pride in der Großstadt Charkiw mit ein paar Hundert Teilnehmern.
Der Bürgermeister der 1,5-Millionen-Einwohner-Metropole wollte bis zuletzt ein Verbot der Demonstration durchsetzen und somit den Willen seines Volkes umsetzen. Die Polizei fiel am Tag der Homodemo hingegen durch aggressives und volksfeindliches Verhalten auf, als sie mit einem Großaufgebot die Kharkiv Pride durch weiträumige Abschirmung von Gegendemonstranten und Bevölkerung ermöglichte.
Ca. 1000 Nationalisten, Fußballfans, einige Gläubige und einzelne orthodoxe Priester hatten sich trotzdem zu einem “Marsch für traditionelle Werte” versammelt und zeigten so, dass sie für den Schutz der Familie stehen. Der Marsch verlief kraftvoll aber friedlich durch die Stadt. Anders als die Pride musste sie nicht abgeschirmt werden.
Im Anschluss an die Veranstaltung griff die Polizei jedoch kleinere Gruppen von Demoteilnehmern an und überzog diese mit ungerechtfertigter Repression. Es gab Verletzte und Festnahmen. Als Reaktion auf die Polizeigewalt formierte sich erneut ein kraftvoller Marsch von mehreren Hundert Teilnehmern, der bis vor das Polizeirevier zog und seine Solidarität zum Ausdruck brachte. Die sofortige Freilassung der inhaftierten Nationalisten wurde lautstark gefordert. Die Polizei ließ die Situation jedoch erneut bewusst eskalieren und so kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten mit Verletzten auf beiden Seiten.




