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Nationale Partei – DER III. WEG

Kuscheln mit Volksverrätern – AfD und CDU in Penzlin

09.07.2019 - 04:00

„Wir werden sie jagen, wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen – und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen“, dies verkündete Alexander Gauland, anno 2017.

Der Hörer dieser Worte versteht es als klare Absage an die Altparteien. Gerade die Nennung Merkels ist ein Verweis auf die Überfremdungstruppe CDU/CSU.

Gaulands Aussage impliziert, dass eine Zusammenarbeit mit den Volksverrätern unter keinen Umständen existieren wird, da man sich nicht gemein machen will mit den Zerstörern Deutschlands. Bis zur Stadtratswahl 2019 in Penzlin.

Im Juni 2019 fand man auf der Internet-Seite der Stadt Penzlin (Kleinstadt Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) den Wortlaut „Fraktion CDU/AfD“. Diese Verkündung hatte die zu erwartende Reaktion zur Folge. Die bundesrepublikanische Medienlandschaft verwandelte sich gemeinsam in einen Sturm der Entrüstung. Spekulationen wurden massenweise verbreitet und man sah das Ende bereits gekommen. Bei Hetze geizen die etablierten Medien nie.

Wird es die erste Fraktion zwischen einer Altpartei und der pseudo-oppositionellen „Alternative“ geben?

Die vorläufige Antwort ist: nein. Der gewählte AfD-Vertreter, Reinhard Gleisberg, hat „lediglich“ mit der Penzliner CDU-Vertretung eine Zählgemeinschaft gebildet, um einen Vorteil bei der Sitzverteilung für die Ausschüsse zu erhalten. Eine Zählgemeinschaft wird für einen Tag gebildet und garantiert keine zukünftige Zusammenarbeit. Reinhard Gleisberg wird aktuell als fraktionslos geführt. Wolfgang Waldmüller, Generalsekretär der CDU in Mecklenburg-Vorpommern hätte nach eigenen Angaben von dieser Zusammenarbeit abgeraten. Als treuer Verfechter seiner Partei steht er hinter Annegret Kramp-Karrenbauer, die wiederum eine Zusammenarbeit und Annäherung in Bezug auf die AfD gänzlich ausschließen möchte.

Die AfD scheint kein Problem darin zu sehen, für ihren eigenen Vorteil die Versprechen gegenüber ihren Wählern zu brechen. Damit reiht sie sich nahtlos in die Reihen derer ein, welche sie vorgeblich bekämpft.

Dem AfD-Wähler sollte solch ein Verhalten zu denken geben, schließlich bedient sich die so hochgelobte „Widerstandspartei“ hier derselben Werkzeuge parlamentarischer Tricksereien, derer sich auch die etablierten Parteien gern bedienen.

Es scheint, als sei man von der Jagd nun bei den Etablierten „angekommen“. Sobald ein Vorteil entsteht, begeht man einen Schulterschluss mit den vormals „verhassten“ Altparteien. Ein solches Verhalten ist nicht als Alternative zu den bekannten Politdarstellern zu verstehen, solange sie eine Zusammenarbeit mit jenen Gesellen nicht konsequent ablehnt. Ein Bündnis mit den Feinden unseres Vaterlandes darf es bei einer wahren Opposition nicht geben. Kein Vorteil kann lukrativ genug sein, um einen Verrat am eigenen Volk zu rechtfertigen.