Armenhaus BRD – Ein Drittel der Deutschen hat keine Ersparnisse
Trotz des vielbeschworenen Wirtschaftsaufschwungs hat eine kürzlich veröffentlichte Studie der Bank ING Diba ein destaströses Ergebnis über die Ersparnisse der Deutschen veröffentlicht. Gut 31% aller Deutschen verfügen über keinerlei Sparrücklagen als Krisenpuffer und wären in Notzeiten nicht darauf vorbereitet, auf finanzielle Reserven zurückgreifen zu können. Im Vorjahr lag der Wert bei bereits bei 27%. Das ist europaweit ein Negativrekord und wird lediglich von den Rumänen übertroffen, die noch schlechter dastehen, jedoch auch eine weitaus schlechtere Wirtschaftsbilanz aufweisen. Die Verarmung der Deutschen nimmt also trotz brummender Konjunktur deutlich zu. Niedriglohnsektor, steigende Lebenshaltungskosten, ein geschmälertes Leistungspaket der Krankenkassen, steigende Kinderbetreuungskosten, in die Höhe geschossene Strompreise durch die Energiemarktliberalisierung und explodierende Wuchermieten haben dafür gesorgt, dass bei vielen Deutschen am Ende des Monats, trotz Arbeit, kein Notgroschen mehr zum Sparen übrig bleibt. Tatsächlich gaben in der Umfrage gut 63% der Deutschen ein zu geringes Einkommen als Grund dafür an, keine Ersparnisse zurücklegen zu können und das, obwohl sie im Vergleich zu anderen Ländern eher dazu geneigt sind, diszipliniert und sparsam mit ihrem Geld umzugehen.