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Gemeinsamer Opernbesuch in Leipzig

08.01.2019 - 05:00

 

Seine Kultur kann nur derjenige verteidigen, der sie auch kennt. Es gehört zu den Missständen der aktuellen Zeit, dass man als Deutscher seine Kultur nicht mehr auf natürlichem Wege erlebt und vermittelt bekommt, sondern sie aktiv selbst erfahren und suchen muss. Unzählige Geistesgrößen unseres Volkes sind in Vergessenheit geraten, die Schätze des geistigen Schaffens des Deutschtums sind versteckt und nicht mehr bekannt. Als besonderen Edelstein dieses kulturellen Reichtums kann man unzweifelhaft die Werke Richard Wagners werten. Aus den tragischen Opern, die seiner Feder entsprangen, spricht das deutsche Wesen wie in kaum einer anderen Reinheit zu uns. Ob es die Todesgröße der Nibelungen im Ring ist oder das faustische Ringen um Erlösung und Schicksal im Tannhäuser, Wagner ist in seinen Stücken nicht einfach nur Musiker, in seiner historischen Wirkung nicht nur ein Revolutionär der musikalischen Entwicklung, sondern er ist ein Prophet der deutschen Seele.

Nicht umsonst sind die Aufführungen seiner Werke regelmäßig bis auf den letzten Platz ausgebucht, während die Erzeugnisse des modernen Kulturmarxismus kaum einen Gast in die Oper locken können. Nationalrevolutionäre des Stützpunktes Mittelland nutzten daher die Möglichkeit, gemeinsam eine Aufführung des Tannhäusers in der Leipziger Oper zu besuchen. Das dreiaktige Stück basiert auf den beiden traditionellen Volksballaden des Tannhäuser und dem Sängerkrieg auf der Wartburg. In der Aufführung wird nicht nur das lange Überleben heidnischer Ansichten bis ins späte Mittelalter deutlich, sondern vor allem der Zwiespalt zwischen heiliger und profaner Liebe, dem Schicksal und der Erlösung durch die Liebe thematisiert. Es ist damit ein klassisches Stück Wagners, das auch für nicht mit der Oper vertraute geeignet ist, um einen Eindruck des deutschen Schaffens auf der Bühne zu bekommen. Die Abstimmung von Musik, Darstellung und Text aufeinander führt zu einem eindrucksvollen Gesamtbild, die den Gast auf verschiedenen Ebenen auf einmal anspricht.

Einen entsprechend eindrucksvollen Eindruck nahmen daher auch alle Aktivisten mit nach Hause. Stunden wie diese sind Lichtblicke in der Zeit der geistigen Umnachtung, um zu sehen, zu welchen erhebenden kulturellen Leistungen unser Volk fähig ist und in welcher Hochkultur wir leben könnten, wenn unsere Kultur nicht systematisch in den Dreck des heutigen Zeitgeistes gezogen würde. Momente wie diese sind es, die ganz offensichtlich die Richtigkeit unseres Kampfes verdeutlichen und Kraft spenden, diesen trotz aller Widrigkeiten durchzufechten.

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