Gedichteinsendung zum Trauermarsch „Ein Licht für Dresden“ in Nordhausen
Gedenken an Dresden
200 Männer und Frauen versammelten sich,
der Toten Dresdens zu gedenken.
Verleugneten das überbordende „ Ich“,
vereint, sich in Trauer zu versenken.
Zogen mit Trommeln und Fackeln durch die Stadt,
die Zögernden und Vagen zu mahnen,
denen die setzte das Leben „Schach Matt“,
ein Ruf für die gemordeten Ahnen.
Eine Frau mit Kerze am Straßenrand stand,
sie rief den Trauernden: „Schämt Euch“ zu.
Stand da, angetan vom billigen Tand,
beleidigte der Toten ewige Ruh.
Verhetzt und verbohrt, mit gellender Stimme,
schreit sie ihre dreiste Lüge,
Die Trauernden – sie ignorieren sie,
die Trommeln dröhnen ihre Hymne.
Der Sieger Zungen, sie bedenkenlos folgen,
Lügen über Lügen schlucken.
Nicht denken, nicht fragen, nicht handeln,
sich vor dem Zeitgeist ducken.
500 000 Tote uns mahnen,
Nicht zu vergessen die feige Tat!
Lasst nicht im Stich die verbrannten Ahnen,
Vergesst nicht DEN, der es befohlen hat!
„Schämt Euch“, sagt sie,
und WIE wir es tun!
Aber für SIE – die verhetzt und verblendet ist,
schämen muss sich, wer verdrängt: – DIE!!!
Versinken müssen in der Scham,
der Sieger feige Büttel,
die noch verhöhnen in ihrem Gram,
die Trauernden bedrohen mit Knütteln.
200 Männer und Frauen angetreten sind,
dem Vergessen, die Opfer zu entreißen.
„Schämt Euch“, rufen wir denen zu,
die heute noch, taub sind und blind.
DIE, die unsere Toten verhöhnen,
DIE müssen ertrinken in Scham!!!
DIE, die unter der Lügenlast stöhnen,
DIE werden nicht brechen unter der Gram!
Es mahnen ewig: Die Toten von Dresden
Autor: Sven G. aus Berlin
