Skip to main content

der-dritte-weg

“Tierfutter statt Böller!” in Angermünde

15.01.2018 - 05:00

Schon frühzeitig sammelten Ende letzten Jahres unsere Aktivisten in der Uckermark Spenden im Zuge der bundesweiten Kampagne “Tierfutter statt Böller!”. Tausende Infokarten wurden hierfür in der gesamten Region verteilt. Anlass ist die Tatsache, dass jährlich zur Jahreswende rund 140 Millionen Euro von den Deutschen in Form von Feuerwerk, im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft gejagt werden. Eine unglaubliche Geldmenge, die sicherlich zum größten Teil auch besser, sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Nun wollen wir dem Volk bestimmt nicht die Freude am Feiern nehmen, aber im Hinblick auf die Maßlosigkeit und die Gefährlichkeit der bunten Knallerei, ist auch hier der goldene Mittelweg zu finden. Allein in Brandenburg starben zur Jahreswende zwei Menschen beim Umgang mit Feuerwerk, Dutzende erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Allein das zeigt schon, dass hier was nicht richtig läuft. Wir nutzen das Treiben zur Jahreswende immer, um die Menschen für ehrenamtlich geführte Tierheime zu senibilisieren. Eine Möglichkeit, sein scheinbar zuviel vorhandenes Geld sinnvoll einzusetzen. Viele Tierheime sind überwiegend auf Spenden angewiesen, um den Betrieb und die Betreuung herren- und heimatloser Tiere zu bewerkstelligen.

Erstmalig machten sich unsere Aktivisten in Angermünde mit einem Bollerwagen auf die Straßen der Stadt, um direkt Spenden einzusammeln. Die Resonanz der Angermünder Bevölkerung war überwältigend, in wenigen Stunden wurde soviel Tierfutter eingesammelt, dass der Bollerwagen daunter begraben wurde.

Ein herzlicher Dank gilt hier allen Spendern, die unsere Aktion zu einem ungeahnten Erfolg machten. Anfang Januar wurden die Spenden dann von unseren Aktivisten ausgefahren und mit großer Freude wurde die Hilfe entgegengenommen. Gleichzeitig nutzten die Mitglieder mit ihren Familien die Möglichkeit, das Tierheim in Angermünde zu besichtigen.

Wir wissen, dass dieses Heim zur Zeit im Feuer steht, gerade weil wir mit unseren Spenden die Arbeit der Betreiber honorieren. Auch der offene Rechtsstreit mit dem Veterinäramt und die momentan ungewisse Zukunft des Tierheims in Angermünde, geben uns keinen Anlass, den Kopf in den Sand zu stecken und die Hilfe einzustellen. Noch sind hier hilfsbedürftige Tiere beherbergt und Menschen am Werk, die selbstlos Tieren in Not helfen möchten und solange das so ist, werden wir uns dort auch engagieren. Wir hoffen auf eine schnelle Klärung des Sachverhaltes rund um das Tierheim und letztlich auf ein Weiterbestehen desselbigen.

Die Angermünder Bürgerschaft hat gezeigt, was Hilfe heißt und in Gesprächen auch signalisiert, dass ein Tierheim in der Region nötig ist. Möge das Jahr 2018 Klarheit schaffen und Angermünde sein Tierheim behalten.

Noch keine Kommentare.

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2500 begrenzt.
Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.