Stadt Pforzheim verbietet Mahnwache an die Bombenopfer vom 23. Februar 1945
Seit vielen Jahren findet am 23. Februar eine Mahnwache, veranstaltet vom “Freundeskreis Ein Herz für Deutschland”, auf dem Pforzheimer Wartberg statt, um der Toten des Luftangriffs auf Pforzheim würdevoll zu gedenken und sie auch in der heutigen Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Nach dem Amoklauf von Hanau, der medial als rechtsradikaler Terroranschlag vermarktet wird, sieht die Stadt Pforzheim angeblich eine veränderte Sicherheitslage. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat von einer sehr hohen Gefährdungslage und möglichen Nachahmungstätern gesprochen und Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch griff dies gerne auf und äußerte sich wie folgt: “Vor dem Hintergrund dieser Gefährdungseinschätzung halte ich es für unvertretbar, dass sich am Sonntag Rechtsextreme in unserer Stadt versammeln.” und schiebt seine wahre Intension des Verbots gleich hinterher: “Ich will diese Leute definitiv nicht hier haben. Und ich weiß, dass es die Mehrheit unserer Bürgerschaft genauso sieht.” Vermutlich wird der Veranstalter das Verbot rechtlich anfechten und ein Gericht wird noch heute hierüber entscheiden.
Am 23. Februar um 19.45 Uhr gaben die Sirenen den Alarm „Akute Luftgefahr“. Fünf Minuten später überflogen vom Westen kommend die ersten Flugzeuge der englischen „Royal Air Force“ die Stadt. Insgesamt 368 Bomber, unter dem Kommando von Major Edwin Swales, überflogen innerhalb der nächsten 22 Minuten die Stadt und luden dabei Bomben mit einem Gesamtgewicht von 1575 Tonnen ab.
In der engbebauten Altstadt entwickelte sich ein Feuersturm, der 98% des Stadtgebiets zerstörte. Pforzheim gehört damit zu den am stärksten durch alliierte Luftangriffe zerstörten Städte in Deutschland. Über 20.000 Kinder, Frauen und Greise fanden bei diesem bestialischen Kriegsverbrechen der alliierten Luftmörder den qualvollen Tod. Weitere Infos zum Bombenterror auf Pforzheim.
