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Denkmalpflege nach Versagen der Stadt Puchheim

17.11.2019 - 05:00

Auf die Aufforderung der Partei „Der III. Weg“ an die Stadt Puchheim, das beschmierte örtliche Mahnmal zu reinigen, folgten keine Taten. Nachdem Bürgermeister Seidl (SPD) gegenüber dem lokalen Kreisboten geleugnet hat, dass die Gedenkstelen beschmutzt sind, hatte sich die Geschichte für die Stadtoberen offenbar erledigt. Doch auch zwei Monate nachdem Aktivisten der Partei „Der III. Weg“ eine provisorische Infotafel aufgestellt hatten, fehlte von einer Reinigung noch jede Spur. Aus diesem Grund wurde die Reinigung kurzerhand in Eigenregie umgesetzt. Die Forderung nach einer Infotafel bleibt bestehen!


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Gedenken heißt auch handeln!

Der nebel- und windreiche Monat November lädt zum Gedenken an verstorbene Ahnen, gefallene Soldaten, zu früh gegangene Freunde und Bekannte ein. Genau zu diesem Zeitpunkt sollten daher alle Gräber und Denkmäler besonders schön geschmückt sein, den Toten zu Ehren. Für Deutsche, die keiner rein materialistischen Ideologie unterliegen, sondern eine tiefe Verbundenheit zu den Ahnen spüren, ist der Ehrendienst besonders wichtig. Auch im oberbayerischen Puchheim, vor den Toren Münchens, findet alljährlich zum Volkstrauertag eine Gedenkveranstaltung statt. Die Stadtoberen, vertreten durch Bürgermeister Norbert Seidl (SPD), werden dort ihre Aufwartung machen, um salbungsvolle Worte zu sprechen. Doch stellt sich dem kritischen Bürger die Frage, ob das Gedenken an die Gefallenen des Krieges der Stadtvertreter aufrichtig ist, oder mehr eine lästige Pflichtaufgabe. Denn wer vom Krieg spricht, darf die Opfer von Flucht und Vertreibung und unseren geraubten Heimatboden nicht vergessen.

„III. Weg“-Aktivisten reinigten Vertriebenendenkmal

Beschämenderweise sind jedoch die Puchheimer Gedenkstelen zu Ehren des deutschen Ostens beschmiert gewesen. Umgeben von Laub und ohne jede Zierde sollten sie in den Tagen des Gedenkens vergessen werden. Dies wollten Aktivisten der Partei „Der III. Weg“ nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Da vonseiten der Stadt Puchheim offenbar kein Einschreiten zu mehr zu erwarten war, ging man selbst zur Tat über. Innerhalb weniger Minuten konnten die beschmierten Paneele gereinigt werden.

Rückstandslos von den Schmierereien befreit, strahlen die Tafeln nun heller als zuvor. So groß die Freude auch über die erfolgreiche Reinigung ist, so groß bleibt auch der Ärger über den fehlenden Willen der regionalen Politiker, diesen kleinen Aufwand zur Reinigung eines Denkmals auf sich zu nehmen.

Zudem bleibt die Befürchtung bestehen, dass das abgeschieden gelegene Denkmal erneut Opfer von Vandalismus werden könnte. Deshalb regt „Der III. Weg“ weiterhin das Aufstellen einer Infotafel an, um über die deutschen Ostgebiete sowie über die Vertreibung der Deutschen aus ihrer Heimat zu informieren. Vielen jungen Leuten sind die deutschen Ostgebiete heute kein Begriff mehr. So ist die Beschmierung des Denkmals möglicherweise nicht auf fehlenden Respekt, sondern auf Unkenntnis der Bedeutung dieses Ortes zurückzuführen.


Vorher – Nachher Fotos

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