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Nationale Partei – DER III. WEG

Der große Austausch – ein Zwischenstand

17.10.2017 - 05:00

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.
In diesem Zusammengang sollte auch der aktuelle Wettbewerb um die härtesten Forderungen in der Asylpolitik gesehen werden. Vor allem CDU/CSU sind bekannt dafür, vor wichtigen Wahlen rechts zu blinken und anschließend links abzubiegen.
Folgt man den aktuellen Schlagzeilen, ist von der Willkommensbesoffenheit des Herbst 2015 nicht mehr viel geblieben. Betrachtet man die Fakten in Form des aktuellen Mikrozensus (2016), so schreitet der große Austausch dennoch mit immer größerer Geschwindigkeit voran – der Ausländeranteil steigt von Jahr zu Jahr, während die Zahl der sogenannten Herkunftsdeutschen immer weiter abnimmt. Dabei ist in den aktuellen Zahlen die jüngste Asylflut mit ihren weiteren Millionen an (illegalen) Einwanderern noch gar nicht erfasst.
In der Demographiebilanz der Bundesregierung vom Februar 2017 heißt es: „Der Zuwanderungsüberschuss der letzten Jahre hat dafür gesorgt, dass die Bevölkerungszahl gestiegen ist, obwohl die natürliche Bevölkerungsbilanz negativ war.“ Das heißt im Klartext, die Deutschen schrumpfen und die Lücken werden durch Fremde aufgefüllt.
Inzwischen sind rund 23 Prozent der 82 Millionen in Deutschland lebenden Menschen ausländischer Herkunft.
Besonders brisant ist die Verteilung der Fremden auf die unterschiedlichen Altersgruppen. Während nur jeder zehnte der Menschen über 65 Jahren ausländischer Herkunft ist, sind es bei den unter Sechsjährigen schon 38 Prozent; in Westdeutschland (inklusive Berlin) kommen 42 Prozent dieser Kinder aus einer Einwandererfamilie. In Bremen sind es 53 Prozent der unter Sechsjährigen und 31 Prozent der Gesamtbevölkerung, in Hessen 50 beziehungsweise 30 Prozent.
Die Zahl der Deutschen dagegen sinkt Jahr für Jahr um einige Hunderttausend Menschen: Lebten 2011 noch 65,4 Millionen Deutsche im Land, waren es 2015 nur noch 64,3 Millionen. Im vergangenen Jahr ist diese Zahl laut Mikrozensus auf 63,8 Millionen gesunken.
Auch hier lohnt ein Vergleich der Altersgruppen: Heute gibt es noch 5,8 Millionen Deutsche in der Gruppe der 50- bis 54-Jährigen. Unter den 20- bis 24-Jährigen sind es deutlich weniger, nämlich 3,2 Millionen. Die Altersklasse bis 5 Jahre kommt laut Statistischem Bundesamt gerade einmal noch auf 2,3 Millionen.
Dabei ist die Orwellsche Bezeichnung „mit Migrationshintergrund“ für hier lebende Ausländer nur bedingt aussagekräftig: Migrationshintergrund bedeutet lediglich, dass eine Person entweder selbst ohne deutsche Staatsangehörigkeit geboren wurde oder mindestens eines ihrer Elternteile. So fallen etwa die Enkel eingebürgerter Ausländer mittelfristig aus der „Bevölkerung mit Migrationshintergrund“ heraus – nämlich dann, wenn bereits beide Eltern mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden.
Hinzu kommen große Unterschiede bei den 18,6 Millionen Bewohnern „mit Migrationshintergrund“. Ausländer mit ausländischem Pass machen mit neun Millionen weniger als die Hälfte aus, während 9,6 Millionen bereits über einen deutschen Pass verfügen. Mit 12,7 Millionen machen die selbst Zugewanderten, also „mit eigener Migrationserfahrung“, zwei Drittel aus.
Bei 3,2 Millionen handelt es sich um Spätaussiedler oder deren Nachkommen. Die Integration dieser Gruppe gilt als gut gelungen – kein Wunder, schließlich handelt es sich bei den Aussiedlern überwiegend um ethnische Deutsche, die sich weitgehend problemlos in ihre alte Heimat einfügen. Hinzu kommen 6,6 Millionen EU-Bürger, unter ihnen 4 Millionen aus den seit 2004 beigetretenen osteuropäischen Staaten. Das restliche Europa (ohne Russland und die Türkei) ist mit weiteren zwei Millionen Personen vertreten. Wichtigstes Herkunftsland bleibt die Türkei; aus ihr stammen laut Mikrozensus 2,8 Millionen Menschen beziehungsweise deren Kinder.

Mit der Asylflut ändert sich auch diese, bislang vorherrschende, Einwanderungsstruktur. Vor allem durch die seit 2013 gestiegene illegale Einwanderung über das Asylsystem leben inzwischen 1,3 Millionen Ausländer aus dem Nahen und Mittleren Osten (ohne Kasachstan) in Deutschland und auch die Zahl der Nord- und Schwarzafrikaner steigt stetig: 744.000 Menschen von dort leben jetzt hier – 46 Prozent mehr als noch 2011. Ebenfalls steigt die Zahl der Afghanen (231.000 laut Mikrozensus) und Pakistaner (94.000) auf deutschem Boden.
Wie bereits erwähnt ist die Asylflut ab 2015 in diesem Zahlen noch nicht enthalten. Da es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Asylantenheime nicht um Wohngebäude handelt, wurden die dort lebenden Menschen für den Mikrozensus nicht befragt – das Ausmaß des großen Austauschs ist also noch viel drastischer.
Wie die, bislang noch relativ sanfte, Verdrängung der alternden Deutschen vonstatten geht, mag das Beispiel von Frankfurt am Main verdeutlichen. Wurden hier einst über Jahrhunderte die deutschen Könige gewählt, sind die Deutschen in Hessens größter Stadt mittlerweile eine Minderheit – derzeit sind 51 Prozent der Frankfurter nichtdeutscher Herkunft, bei den Kindern unter 15 Jahren sind es bereits 69 Prozent. Im ersten Halbjahr 2017 ist die Stadt um 7734 Einwohner gewachsen – davon waren 5213 Ausländer und nur 2521 Deutsche. Frankfurt ist bald im ganzen Land.

 

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