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Die Weggefährtin #031: Der stumme Schrei der Antihumanität in Siegen

20.07.2019 - 04:00

Die Zustände, mit der wir uns in der BRD konfrontiert sehen, mögen erschlagend wirken, tagtäglich tritt ein regelrechter Kampf gegen die gewachsenen Strukturen unseres Volkes zum Vorschein. Sei es eine nicht enden wollende Überfremdung, kulturmarxistische Propaganda oder die herangezogene liberalistische Ellenbogengesellschaft, ein jeder Mensch, der mit offenen Augen durch die Straßen geht, bemerkt, dass der Zeitgeist ungemütlich stürmt. Doch selbst in diesen hochbrisanten Zeiten setzen die vom System herbeigeführten Auswüchse traurige Höhepunkte. So kam es am Donnerstagabend, dem 20. Juni in der Universitätsstadt Siegen zu einer multikulturellen Bluttat. Im Bereich des Fischbacher Bergs gerieten ein 19-Jähriger und ein 15-Jähriger in Streit. Der 47-jährige Vater des 19-Jährigen kam zum Streit hinzu und wollte schlichten. Dies endete für den Familienvater tödlich. Der Jugendliche fügte seinem Gegenüber skrupellos und brutal mehrere Messerstiche in den Oberkörper zu, scheinbar wohlwissend, dass diese tödliche Folgen haben könnten. Trotz notärztlicher Versorgung erlag der 47-Jährige im Krankenhaus seinen Verletzungen. In sämtlichen Presseartikeln wurde von einem 15-jährigen „Deutschen“ gesprochen, doch schaute man genauer hin, wurde klar, um welchen Täter es sich mal wieder handelte. Entgegen der politischen Korrektheit lautete der Name des Mörders Fadi A., ein typischer Name eines Deutschen eben. Erneut musste ein Deutscher einem multikulturellen Spross zum Opfer fallen und die Angehörigen sich der Verlogenheit und Niederträchtigkeit der Presse aussetzen. In der darauffolgenden Woche riefen regionale „III. Weg“- Aktivisten zu einer Kundgebung auf, um den Opfern der Politik eine Stimme zu geben. Es handelte sich dabei vielmehr um einen symbolischen Akt, die Zustände in diesem Land offenzulegen, der Systempresse nicht das Feld zu überlassen und entgegen der politischen Korrektheit für all jene auf der Straße einzustehen, die sich noch nicht trauen, in aller Öffentlichkeit ihre Meinung kundzutun oder eben auch noch nicht bereit sind, die Augen für all jenes zu öffnen, das sich außerhalb ihrer eigenen vier Wände abspielt.

 

 

An dieser Stelle gilt es jedoch einmal genauer hinzuschauen, einen Blick hinter eine Meldung zu werfen, die ein jeder Deutscher auf den verschiedensten Wegen erfahren durfte. War es nur ein weiterer Mord von vielen oder ein Signal des Aufbruchs gegen die zerstörerische Politik der Herrschenden? Runtergebrochen betrachtet sei dies schlicht ergreifend eine schnell gelesene Überschrift eines vorbeifliegenden Artikels in der neudeutschen „Timeline“ aller Kanäle der reizüberfluteten sozialen Medien, wenn dies überhaupt in jeglicher Form Erwähnung fand. Ein kurzes Stocken, eine kurze Ergriffenheit und einen Mausklick entfernt ist diese Nachricht bereits wieder aus den Köpfen gelöscht. Ob also die Informationsfülle, die uns diese Kanäle bieten ein Vorteil sei, „sozial“ zu agieren, allzeit aktuell informiert zu sein, oder sie uns vielmehr abstumpfen und uns dadurch empathieunfähig werden lassen, liegt im eigenen Ermessen und im Umgang mit dem gewählten Medium. Kurzgefasst und auf das eigene Empfinden bezogen, war dies eine von vielen erschütternden Nachrichten, die an die Moral und das Bewusstsein für Rechtsempfindung appellierte, Teil einer Kundgebung an diesem Tage in Siegen zu sein. Wie viel Nativität mitschwang, den Nerv der gesellschaftlichen Empfindsamkeit hinsichtlich eines Mordes an einem Familienvater aus der Region zu treffen, zeigte sich im Stillschweigen des Vorfalls in Siegen. Überkam es einem bei dem Thema endlich den Zugang zu finden, zu berühren und zu mahnen, schwangen stattdessen pietätlose Rufe des Gegenprotestes zu dem Kundgebungsort, die den Untergang Deutschlands bejubelten. Verwerflich scheint keine einzige Abart zu sein, wenn sie im Namen des Kampfes „Gegen Rechts“ geschieht.

Ernüchtert über die Umgangsformen der Gegenseite hinsichtlich dieses erschütternden Ereignisses eine angemessenere Form des Protests zu wählen, entschied man sich, die Schweigeminute und das Blumenniederlegen an der Unglücksstelle durchzuführen. Unweit der Kundgebung in einem Wohngebiet in Stadtrandnähe befand sich die Bushaltestelle, an der der Familienvater verletzt wurde und später seinen Verletzungen im Krankenhaus erlag. Schon beim Betreten der Straße überkam einen ein Gefühl von Ohnmacht und Beklemmung. Schweigend trat man vor die Blumen und all die entzündeten Kerzen – empfand Scham und Wehmut, dass man als Trost nur eine Kerze zu entzünden vermochte, als Anteilnahme nur Rosen ins Wasser stellte und dabei nach Luft ringend den Kopf senkte. Obwohl die Straße voll Alltagslärm war, schien eine drückende Stille zu herrschen, voller Hilflosigkeit und Unverständnis.

Zu den Füßen auf dem von Sonne und schwindender Mittagshitze erwärmten Asphalt,  ließen dunkelgefärbte Umrisse noch befremdlich das Blut erkennen. Was sonst so unwirklich und so weit – was so ungreifbar und schnell vergessen, war jetzt gegenwärtig. Die gelesene Schlagzeile erhielt in diesem Moment ein Gesicht. Beschreibungen bekamen Namen und Empörung wandelte sich in Leid und Tränen einer dort stehenden Familie, die noch nicht begreifen konnte, was hier vor Tagen erst geschehen war. Sie hielten einander, sahen stumm zu Boden oder saßen zusammengekauert auf dem Bordstein. Keiner von uns vermochte Worte zu sprechen, was wussten wir schon von diesem Schmerz. Man wolle nicht stören, sich nur anteilig zeigen – sprach man beim Verlassen des Ortes. Beklemmung war uns ein Begleiter, ebenso wie Scham und Hilflosigkeit. Widererwartend erhob man zu uns den Blick und nickte stumm, Lippen flüsterten ein ,,Danke“, – es ergab sich Luft zum atmen. Und man konnte sich aus seiner Ohnmacht und Lähmung lösen, um der Familie die Ruhe für Trauer zu gewähren. Mag es auch anfänglich indiskret und falsch erscheinen, als würde man aus Schaulust und Sensationsgier zu dem Orte pilgern, so war es rückwirkend gesehen ein wichtiges Zeichen für und an die Familie. Für ein Zeichen der öffentlichen Anteilnahme – dem Entgegenwirken der Gleichgültigkeit, dass dies nur ein Augenblick im Zahnrad der Zeit sei, wenn hier ein Leben zum Erliegen kam und die Welt anhielt für diese Menschen.

15-Jähriger attackiert Mann mit Messer

„Bei einem Streit soll ein 15-Jähriger an einer Bushaltestelle in Siegen einem 47 Jahre alten Mann mit einem Messer mehrmals in den Oberkörper gestochen haben. Zwischen dem Jugendlichen und dem 47 Jahre alten Mann war es den Ermittlungen zufolge am Donnerstag an einer Bushaltestelle in Siegen zu einem Streit gekommen. Worum es dabei ging, wurde zunächst nicht bekannt“

(Auszug FAZ 21.06.2019)

Worum es ging, ist die Frage des Artikels – der dort in den Blumen, den persönlichen Spruchbändern, den Kerzen, den Tränen und in den Augen der Familie Gesicht bekam. Was mich danach quält, ist nicht die Frage nach dem „Warum“, sondern die Fragen „Wie sagt es eine Mutter ihren Kindern? Wie erklärt man einen sinnlosen Mord? Wie lebt man mit der Schuld, wenn der Vater, der einem nur helfen wollte, dies mit dem Leben bezahlt? Wer wiegt die Zukunftsängste auf zu leben ohne Ehemann und Vater? Wer spricht einem Lebensmut zu, wenn einem die Füße weggerissen wurden? Wie sieht eine Zukunft aus, wenn diese Gegenwart zur Vergangenheit wird?“ Wenn doch diese Familie dort alleine steht mit den Gedanken, dass das Schicksal sie zur falschen Stunde an einen falschen Ort gebracht hat.

Der falsche Ort – keine unbeleuchtete Unterführung in einem fragwürdigen Viertel, dessen Ruf der Kriminalität ihm vorauseilt um Mitternacht – der falsche Ort – eine Bushaltestelle in einem Wohngebiet, belebt durch Familien zur frühen Abendzeit.

Unser Frauenblog ,,Weggefährtin“ ist eine monatlich erscheinende Kolumne von Frau zu Frau in unterschiedlichen Ausprägungsformen auf der Netzseite des III. Wegs, die unser Wirken und Sein innerhalb der Partei ergänzend darstellt.

Bei Interesse:  Weggefaehrtin@der-dritte-weg.net

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