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Feder und Schwert XXII – Der Geburtenrückgang als Naturwille

02.12.2018 - 05:00

Viele Gründe werden angeführt, um die rapide sinkenden Geburtenzahlen der weißen Völker zu erklären. Die massenhafte Verbreitung von Verhütungsmitteln, das Einfressen des Feminismus in die Volkskörper, die Etablierung eines familienfeindlichen Hedonismus, die Legalisierung der Tötung gesunden Nachwuchses im Mutterlaib, die fruchtbarkeitsschädigende Lebensweise vieler Männer und Frauen… Sie alle geben überzeugende Erklärungen für den schwindenden Nachwuchs. Doch steckt hinter der Überalterung der modernen Gesellschaften womöglich noch ein anderer Prozess? Sind die oben angeführten Gründe – trotz aller Richtigkeit – womöglich nur Randerscheinungen, Symptome, Auswüchse einer viel tiefergreifenden Entwicklung? Die Worte, die im Folgenden geschrieben werden, sind Mutmaßung, sind Vermutung, Theorie. Und dennoch glauben wir, daß hinter dem körperlichen Schwinden der weißen Völker – doch nicht nur dieser, beobachten wir gleiches ja auch etwa in Japan – auch und gerade ein Naturprozess zu stecken scheint, welcher einer näheren Betrachtung unterzogen werden soll.

In Feder und Schwert V: Naturbetrachtungen: Das Mäuseparadies beschrieben wir das an Mäusen durchgeführte Experiment des Verhaltensforschers John Calhoun (1917-1995) in den 1960ern und 70ern. Auf diesem wollen wir unsere Annahmen stützen. Zur Erinnerung sei noch einmal Aufbau und Ergebnis des Experiments kurz wiederholt.

Calhoun errichtete ein spezielles Gehege für Mäuse, in welchem diese bestens versorgt worden waren und ihnen keinerlei Gefahren gedroht hatten. Den potentiellen Höchstbestand erreichte die Mäusepopulation jedoch nicht. Ab einer gewißen Anzahl Mäuse zeigten die Tiere artuntypisches Verhalten. Die Weibchen verschanzten sich, nachdem viele ihren Nachwuchs totgebißen hatten, in den Nestern und verteidigten diese energisch gegen jede andere Maus. Die Männchen zeigten zuletzt nur noch Interesse für sich selbst und widmeten sich ausschließlich ihrer Fellpflege. Die Mäuse zeigten keinerlei sozialen Zusammenhalt mehr und stellten jegliche Fortpflanzungsaktivitäten ein. Das Experiment endete mit dem Aussterben der Mäusepopulation.

Es sei aus Feder und Schwert V: Naturbetrachtungen: Das Mäuseparadies zitiert:

Calhoun formulierte als Antwort auf das Experiment eine Theorie: Da die Mäuse keinen Platz mehr in der Hierarchie finden und keine sozialen Rollen mehr einnehmen können, erleiden sie den „ersten Tod“, welcher der Tod des Geistes ist. Der physische Tod folgt diesem unaufhaltsam. Calhoum prägte den Begriff der „Verhaltenssenke“, welcher für den Zusammenbruch arttypischer Verhaltensweisen aufgrund von Überbevölkerung steht.

Die Abhandlung endete mit der Mahnung, daß die Reduzierung der Bevölkerung auf ein gesundes Maß obligat sei, um die inneren Strukturen der Völker aufrechtzuerhalten und besagte Verhaltenssenke zu verhindern. Wir stellten fest, daß viele Verhaltensweisen der gestörten Mäuse denen des modernen Menschen in den Undustrienationen ähnelt. Asoziales Verhalten, mangelnde Fortpflanzungsbereitschaft, mangelnder Verteidigungswille und anderes. Nun sind wir der Überzeugung, daß aus der Kontemplation der Natur auch und gerade auf den Menschen geschloßen werden kann, da wir ihn als Teil der Allschöpfung erkennen und einen falschen Mensch-Tier-Dualismus von uns weisen.

Doch eben aufgrund dessen drängt sich uns die Frage auf, ob der Liberalismus tatsächlich für den Geburtenrückgang verantwortlich gemacht werden kann. Man kann wohl kaum behaupten, Calhouns Mäuse wären durch liberalistische Pamphlete verwirrt worden und hätten deshalb jene sonderbare Art angenommen. Die einzig logische Erklärung ist die, die bereits Calhoun gegeben hat. Ohne äußere Feinde oder Ressourcenmangel konnten sich alle Mäuse – starke wie schwache – fortpflanzen und somit eine Mäusemasse mit zunehmend schlechter Genqualität zeugen. Die Vermassung resultierte in dem Auseinanderfallen jeglicher sozialen Hierarchien und dem letztlichen Zerreißen selbst der persönlichen Bindungen zwischen den einzelnen Mäusen. In unserer ersten Abhandlung über diese Problematik zogen wir den korrekten Vergleich zum Wohlfahrtsstaat, der das Schwache belohnt, indem er es am Leben erhält, und das Starke bestraft, indem er es zwingt, das Schwache und Kranke auf seinen Schultern mitzutragen. Dies kann nur in dem Untergang des Starken und folglich auch im Untergang des Schwachen enden. Konrad Lorenz geht in seinem lesenswerten Buch Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit unter dem Aspekt des genetischen Verfalls auf diese Thematik detailiert ein.

Die lebensfeindliche Ideologie des Liberalismus ist also Folge der Vermassung der Bevölkerungen der Industriestaaten, in denen sich jeder – und sei er noch so ungeeignet – fortpflanzen kann. Der Liberalismus ist ein Symptom einer überfressenen und genetisch zunehmend degenerierten Gesellschaft, er ist aber nicht ihre Ursache.

Wir wollen nun einen Gedankengang wagen, der manch einem möglicherweise zuwider ist. Dennoch vertrauen wir auf den offenen Geist eben jener Zweifler und bieten ihnen eine Erklärung für den Geburtenrückgang, welche sich in der Natur selbst widerspiegelt. Da Calhouns Mäuse ob der widernatürlichen Umstände, in welchen sie gelebt hatten, nicht mehr von der Natur selektiert werden konnten, gewann das Schwache mit den Generationen die Überhand. Denn das Schwache wird bei Vermehrung immer zur verschlingenden Masse, wenn man ihm keinen Einhalt gebietet. Doch das Schwache kann nicht überleben und die Natur darf es nicht bestehen laßen, da es den Prinzipien der Allschöpfung zuwider ist. So schützte die Natur das Starke, indem es das ausufernde Schwache zur Unfruchtbarkeit verdammt und somit ausgelöscht hatte. Calhouns Mäusepopulation war in ihrem gesamten Sein zutiefst widernatürlich. Einen Zustand unendlicher materieller Ressourcenquellen und die Abwesenheit jeglicher Feinde existiert de facto in der Natur nicht. Deshalb ist auch der moderne Wohlfahrtsstaat ein Unglück für die Völker, die in diesem leben müßen. Der Wohlfahrtsstaat ist den Menschen, was die Forscher um Calhoun den Mäusen waren. Sie werden ernährt und beschützt und müßen keine Angst haben, zu verhungern oder zu erfrieren. Doch auch unabhängig vom Wohlfahrtsstaat kann sich der moderne Mensch überfressen und muß sich nicht in der hohen Schule des Kampfes ums Dasein beweisen. Deshalb ist es nur logisch, daß gerade in den industriellen Wohlfahrtsstaaten der Hierarchien und Bindungen auflösende Liberalismus aufkeimt. Doch dies kann die Allschöpfung, die das Schwache und Kranke nicht triumphieren laßen kann, nicht hinnehmen. So befällt die Trägheit den Massenmenschen und läßt ihn sich nicht fortpflanzen. Durch den so natürlich eingeleiteten Rückgang des Schwachen kann sich das Starke erneut herausbilden und seinen rechtmäßigen Platz in der Allschöpfung einnehmen. Dies so lange, bis das Schwache und Kranke wieder die Oberhand gewinnt und die Allschöpfung den Zyklus von Neuem beginnen läßt.

In naher Zukunft sollen weitere Abhandlungen folgen, die sich mit dem Wesen des Seins und der Allschöpfung selbst befaßen. Mögen sie Klarheit über die Ansichten bringen, welche wir bisher in ungenügender Weise geäußert haben.

Feder und Schwert ist die Kolumne der Netzseite der nationalrevolutionären Partei Der III. Weg. Sie erscheint regelmäßig an jedem 2. Sonntag.

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