Feder und Schwert XXXIV – Warum das Drängen zur gesellschaftlichen Etablierung von Cannabis?
Rauschmittel gibt es viele und ebenso zahlreich sind ihre Wirkungen im menschlichen Körper. Betrachtet man sich die Geschichte der Rauschmittel, so scheint sie fast Hand in Hand einherzugehen mit der Geschichte des Menschen. Seit jeher greift der Mensch zu bewusstseinsverändernden Mitteln, durch deren Konsum er sich etwas verspricht – sei es Entspannung, Erleuchtung oder anderes. Die Gefahr der Rauschmittel ist ebenso jedem bekannt. Jeder weiß, dass exzessiver Alkoholkonsum nicht nur den eigenen Körper, sondern oftmals auch Familien ruiniert. Jeder weiß, was die Einnahme von Heroin oder Opium im Körper anrichtet.
Die „Aufklärungskampagnen“ in Schulen und ähnlichen Einrichtungen haben in ihrer Art einen recht zynischen Charakter. Sie gehen nicht davon aus, dass die Jungen durch ein züchtiges Elternhaus moralisch geschult und eine gestandene Entwicklung aufweisen, sondern dass sie die Rauschmittel entgegen jeder „Aufklärung“ sowieso konsumieren werden und deshalb darauf hingewiesen werden sollten, wo sie, wenn nötig, Hilfe bekommen, und dass Rauschmittelkonsum nicht stigmatisiert werden sollte. Der Rauschgiftkonsument wird vom Täter zum Opfer.
Ein Täter soll er sein, mögen manche Liberale jetzt fragen. Ist der Rauschgiftkonsum nicht eines jener obskuren „opferlosen Verbrechen“, wie es sooft aus hedonistischem Munde heißt? Konsumiert der Einzelne nicht für sich allein zu seiner wie auch immer gearteten Erbauung, ohne anderen Schaden zuzufügen? Dem ist zuerst einmal entgegenzuhalten, dass es keine „opferlosen Verbrechen“ gibt. Ein Verbrechen im moralischen Sinne (der juristische wird hier bewusst ausgeklammert) weist immer ein Opfer auf. Der Rauschgiftkonsument, welcher angeblich für sich allein im Frieden konsumiert, kann durchaus Opfer verursachen – spätestens wenn er aufgrund seiner Gedankenlosigkeit zum Pflegefall wird. So hat er nicht nur die Gesellschaft, die seine Behandlungskosten trägt, sondern auch in direkter Weise seine Angehörigen zu Opfern gemacht, welche ihn lieben und nun aus Sorge um seine Gesundheit um den Schlaf gebracht sind und verzweifeln.
Ein besonders perfides Spiel wird derzeit um das Gift Cannabis gespielt. Dessen Legalisierung und damit gesellschaftliche Etablierung wird von einer wahrlich bunten Schar herbeigesehnt. Angefangen bei Überlebenden der 68er Revolte bis hin zu einfältigen Buben und Mädchen, die noch grün hinter den Ohren, aber dennoch glauben, ein Bekleidungsstück mit einem abgebildeten Hanfblatt sei ein gültiges Axiom in der philosophischen Betrachtung des Lebens. Wollen sie zwar alle das Unheilskraut aus Gründen hedonistischem Verlangens, wird doch oft der angeblich medizinische Nutzen nach vorne geschoben.
Dass Cannabis schwere psychische Schäden nach sich ziehen kann, wird bewusst verschleiert. Dann schickt man den langjährigen Cannabiskonsumenten ins Feld, welcher angeblich geistig klar und produktiv sei – das Vorweisen eines tatsächlichen Edelmodells blieb bisher aus, oftmals suggeriert das Auftreten solcher „Individuen“ eher die Richtigkeit der Cannabisgegner.
Vom Grunde her bleibt in Fragen der Rauschmittel nicht viel zu sagen, als dass diese mit entschiedener Hand bekämpft werden müssen. Das Perfide an diesen Giften ist eben auch, dass niemand ihre Wirkung beim Einzelnen vorhersagen kann. Jedoch soll noch einmal der Blick gezielt auf Cannabis geworfen werden. Warum wird gegen Cannabiskonsum faktisch nichts unternommen? Die Lüge vom „war on drugs“, dem „Krieg gegen Drogen“, wurde schon längst entlarvt. Gerade Cannabis kann heute auf jeder großen Veranstaltung unbehelligt konsumiert werden. Dieser angebliche Krieg spielt sich ausschließlich in den zugedröhnten Köpfen der Rauschgifthedonisten ab. Eine wunderbare Zusammenfassung dieses „Krieges“, der keiner ist, liefert der britische Journalist und Autor Peter Hitchens mit seinem Buch „The war we never fought“, in welchem er zwar nur die Verhältnisse in Großbritannien darlegt, diese jedoch weitestgehend auf die übrigen Länder Europas übertragen werden können.
Wieso wird von staatlicher Seite aus nichts gegen Cannabis unternommen? Seine Legalisierung schreitet in Europa und den USA zunehmend voran. Wieso? Die Antwort finden wir, wenn wir uns ein weiteres Blickfeld erlauben, in der Natur des Rauschgifts Cannabis. Es ist bekannt und unleugbar, dass Cannabis eine dämpfende, entspannende, einschläfernde und auch durch und durch verdummende Wirkung hat. Geben die Rauschgifthedonisten zwar auch nicht letzteren Punkt zu, so ist die einschläfernde, passiv machende Wirkung aus ihrer Sicht ja ein Argument für den Konsum des Giftes.
Vergleichen wir demgegenüber das Rauschgift Kokain. Kokain bewirkt das exakte Gegenteil von Cannabis. Kokain macht wach und energiereich, es macht den Konsumenten energisch und lässt ihn aktiv werden. Dies ist freilich keine Empfehlung für Kokain. Denn die Zeit, welche Kokain dem Konsumenten schenkt, nimmt sie ihm vom Ende des Lebens weg. Mit fünfzig Jahren ist für viele Kokainisten das Leben zu Ende. Jedoch sieht man keinen Versuch einer gesellschaftlichen Etablierung von Kokain, obgleich dieses äußerst leistungssteigernd wirkt.
Wir wollen also mit einer Frage schließen, die fast schon als rhetorisch bezeichnet werden kann, da sie jedem Mann von Verstand als überflüssig erscheinen muss: Wieso wird die gesellschaftliche Etablierung einer passiv machenden Droge vorangetrieben, die einer aktiv machenden jedoch nicht einmal im Ansatz zugelassen?
Feder und Schwert ist die Kolumne der Netzseite der nationalrevolutionären Partei Der III. Weg. Sie erscheint regelmäßig an jedem 3. Sonntag.