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IT-Sicherheitsschulung in Oberfranken

30.11.2018 - 05:00

Im November 2018 fand im Raum Oberfranken eine Praxisschulung mit dem Thema „IT-Sicherheit“ statt. Eingeladen waren hierzu neben regionalen Kadern auch Mitglieder und Sympathisanten unserer Partei. In der mehrstündigen Veranstaltung wurden vorrangig die Programme VeraCrypt für die Verschlüsselung von Computer und Speichermedien und die Messenger-App Threema für das Smartphone vorgestellt. Daneben gab es noch Hinweise zur Passwortsicherheit und zu Verschlüsselungsmöglichkeiten auf den Smartphones.

Gemäß einer internen Richtlinie ist es für Kader unserer Partei Pflicht ihre elektronischen Daten und die Kommunikationswege zu verschlüsseln. Diese Anforderung ergibt sich auch aus datenschutzrechtlichen Anforderungen, da natürlich personenbezogene Daten von Mitgliedern und Interessenten verarbeitet werden. Um die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und die Integrität dieser Daten zu gewährleisten müssen entsprechende technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt werden. Diese orientieren sich stets an dem Schutzbedarf der Daten und einer Risikoeinschätzung und müssen dem aktuellen technischen Stand entsprechen. Unterweisungen zur Informationssicherheit und zu der Handhabung der Verschlüsselungsprogramme gehören also zum festen Schulungsturnus für Kader unserer nationalrevolutionären Partei. Auch ohne dass es eine rechtliche Anforderung für die Nutzung entsprechender Programme gibt, ist es aus eigenem Interesse sinnvoll diese einzusetzen. So stehen die IT-Schulungen auch normalen Mitgliedern und Interessenten offen, die lernen wollen ihre Daten vor unbefugten Zugriffen zu schützen.

Diese können verschiedenster Ausprägung sein. Aktuell kursieren auf der linksterroristischen Plattform „Indymedia“ die kompletten Abonnementenlisten der Zeitschrift „Hier und Jetzt“. Den kriminellen Akteuren hinter der umfassenden Offenlegung der Daten ist es gelungen den Laptop des Herausgebers der Zeitschrift in einer Bibliothek zu klauen. Die konkrete Situation des Diebstahls können wir zwar nicht bewerten, jedoch ist sicher, dass durch entsprechende Verschlüsselungssoftware und der Einrichtung einer automatischen Bildschirmsperre den linkskriminellen Tätern ein derartig umfassender Zugriff auf Kundendaten nicht möglich gewesen wäre. Auch der physische Zugriff hätte in diesem Fall, zum Beispiel durch ein Kensington-Schloss erschwert werden können.

Ebenso kam es in der Vergangenheit zu umfassenden Outing-Aktionen von Linksextremisten mit Daten, die durch Diebstähle von Mobiltelefonen möglich geworden sind. Auch hier hätte eine entsprechende Verschlüsselung des Gerätes oder der Einsatz von Apps wie dem Messenger Threema mit der entsprechenden Konfiguration den Datenzugriff durch kriminelle Dritte verhindert.

Es ist daher nicht nur für Kader, sondern für jedermann in der heutigen Zeit nahezu unabdingbar, seine elektronischen Daten und Speichermedien vollständig zu verschlüsseln, um den Zugriff Dritter zu erschweren.

Wir raten daher:

– Den eigenen PC oder Laptop mittels VeraCrypt vollständig zu verschlüsseln. Die Verschlüsselung der Systempartition ist unabdingbar, da gerade die Microsoft-Betriebssysteme eine Menge Daten sammeln und auf dem Rechner in verschiedensten temporären Verzeichnissen ablegen, sodass die bloße Nutzung von verschlüsselten Containern keine Sicherheit bringt. Auch wenn es gerade bei der Benutzung des Betriebssystems Windows 10 zu Problemen mit den halbjährlich erscheindenen großen Updates kommen kann (möglicherweise muss vor der Installtion des Updates die Systempartition entschlüsselt und nach der erfolgreichen Installtion wieder verschlüsselt werden), raten wir von der Nutzung des Windows-eigenem Verschlüsselungsprogramms „Bitlocker“ dringend ab.

– Externe Speichermedien (Festplatten und gerade USB-Sticks) sollten stets verschlüsselt sein. Hier bietet es sich an einen VeraCrypt Container zu erstellen (von der Vollverschlüsselung raten wir ab, da hier im Falle einer Beschädigung keine Diagnose und Reparaturprogramme genutzt werden können). Der Container sollte etwas kleiner sein als die Gesamtkapazität des Speichermediums. Am besten man lässt noch einen Bereich von 100 MB unverschlüsselt. Hier kann man die portable Version des Verschlüsselungsprogramms VeraCrypt speichern. So kann man seinen Container auch an fremden Rechnern, auf denen die Verschlüsslungssoftware nicht installiert ist problemlos öffnen. USB-Sticks sind aufgrund ihrer geringen Größe besonders gefährdet irgendwo verloren oder vergessen zu werden.
– Bei der Aussonderung von Datenträgern sollte darauf geachtet werden, dass keine Daten mehr enthalten sind. Ein einfaches Löschen ist hier ungenügend, die Daten lassen sich in der Regel mit wenig Aufwand wiederherstellen. Da vermehrt sogenannte Flash-Speichermedien zum Einsatz kommen und hier bisherige Maßnahmen wie das mehrmalige Überschreiben der Daten (z.B. mit dem Programm Eraser oder CCleaner) nicht mehr funktionieren, sollten diese Datenträger vor der Entsorgung einfach komplett mit einem langen Passwort verschlüsselt werden.

– Das Mobiltelefon sollte auf jeden Fall mit einem Kennwort gesperrt werden und die Vollverschlüsslung aktiviert sein. Wir raten von der Verwendung irgendwelcher Wisch-Gesten und den Fingerabdrucksensoren ab. Die Verschlüsselungsprogramme der Hersteller sind – von Ausnahmen abgesehen – zwar kein besonders guter Schutz aber besser als nichts. Daher gilt der Grundsatz: Desto weniger Daten auf dem Telefon gespeichert sind, desto besser.

– Auf unsichere Messenger-Programme wie WhatsApp, Telegram und Signal sollte verzichtet werden. Wir empfehlen hier das Programm „Threema“ welches, bei diversen Tests in Punkto Sicherheit und Datenschutz stets am besten abschnitt. Der geringe Obolus der vor dem Download der App entrichtet werden muss ist somit gut investiert. Es ist besonders bei den Einstellungen darauf zu achten, dass IMMER eine Passphrase für den Schlüssel angelegt wird, das Programm beim Öffnen zusätzlich durch einen Zahlencode geschützt wird, Screenshots verhindert werden und der Speicher regelmäßig geleert wird.

– Für die sichere Kommunikation per E-Mail ist in unserer Partei die Nutzung von PGP-Verschlüsslung vorgeschrieben. Nur der Absender und der/die Empfänger können die verschlüsselte E-Post entschlüsseln. Erfahrungsgemäß bereitet dieses Programm den Anwendern am Anfang immer die meisten Kopfschmerzen, bis das hinter der asymmetrischen Verschlüsselung stehende Prinzip verstanden ist.

– Wichtig ist stets auch die Wahl der Kennwörter. Diese sollten so lang wie möglich (mindestens 25 Zeichen) sein, versehen mit Sonderzeichen und Groß- und Kleinschreibung. Auch ganze Wörter sollten bei Passwörtern vermieden werden.

Informationssicherheit und Datenschutz sind zum einen rechtliche Anforderungen die wir als Partei erfüllen müssen. Beide Aspekte und gerade die praktische Umsetzung sind aber gerade auch in Zeiten von Massenüberwachung und der potentiellen Bedrohung durch kriminelle Linksextremisten für alle politisch Aktiven relevant. Schützt euch. Schützt andere.

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