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Mit Vollgas ins Fettnäpfchen beim „Holocaustgedenken“

05.02.2020 - 05:02

Die Titelseite der Regionalzeitungen des Verlags Nürnberger Presse Druckhaus am 27.01.2020, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, führte zu bitterer Empörung bestimmter Zeitgenossen. Auf der ersten Seite war ein Foto von Bahngleisen mit der Überschrift „Neuer Schwung auf alten Gleisen“ zu sehen, darunter prangte in großen Lettern die Überschrift „Pflichtausflug ins KZ?“ (siehe Bild).

Den linkslastigen Tintenrittern der Verlagsgruppe, die Nürnberger Nachrichten, Fürther Nachrichten usw. herausgeben, kann eigentlich nicht nachgesagt werden, sich dem allgegenwärtigen Schuldkult zu versperren, ganz im Gegenteil. Die Verlagsleitung welche im ehemaligen NSDAP-Gauhaus – unter Nürnbergern auch „Hitler-Haus“ genannt – sitzt, spielt mittels ihrer Papierposaune stramm mit, im tiefroten Chor des bundesdeutschen Pressetheaters. Doch auch das konnte sie nicht vor dem bitteren Aufschrei der Dauerempörten bewahren, welche die Kombination zwischen der Überschrift „Pflichtausflug ins KZ?“ und dem darüber abgebildeten Foto von Bahngleisen mit der Überschrift „Neuer Schwung auf alten Gleisen“ auslöste. Eigentlich müsste man annehmen, dass die Platzierung eines Berichts über verpflichtende KZ-Besuche für Schüler und dem Verlangen vieler Kommunen nach dem Wiederbeleben von Nebenbahnstrecken auf einer Zeitungsseite keinen Weltuntergang darstellt. In der heutigen Zeit mit gewissen hypersensiblen Blockwarten, die dank der „sozialen Medien“ auch schnell eine große Reichweite generieren können, sieht das jedoch anders aus. Schnell machten Vorwürfe über das Layout in gutmenschlichen Kreisen die Empörungsrunde. Die Chefredaktion sah sich natürlich umgehend veranlasst, Buße zu tun und wurde so offenbar vor Schlimmeren bewahrt.

 

Eigentlich hätten es die selber beständig berufsempörten Schreiberlinge besser wissen müssen. Womöglich fehlt auch – aufgrund zu Recht immer weiter sinkender Verkaufszahlen (zuletzt ein Minus von 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr) – das Geld einen sensiblen PR-Berater zu beschäftigen. Mangelware sind diese sicherlich nicht. Die bundesdeutschen Universitäten kotzen schließlich genügend hierfür bestens qualifizierte hypersensibilisierte „Fachkräfte“ aus. Ein paar Semester mit einer Pseudowissenschaft wie „Gender Studies“ heruntergerissen zu haben dürfte reichen, um in jede Titelseite irgendeine vermeintliche Diskriminierung nach Religion, Geschlecht, Minderheitsangehörigkeit, Sexualpraktik oder sonst etwas zu interpretieren. Die im ehemaligen „Hitler-Haus“ residierende – im Übrigen durchgehend weiße – Verlagsleitung der Nürnberger Nachrichten könnten sodann ihr sowieso nicht gerade klimafreundliches Druckwerk komplett einstellen – dieses eignet sich nämlich auch sonst bestenfalls als Toilettenpapier und das bekommt man deutlich günstiger im Supermarkt. Dem politischen Klima würde die Selbstabwicklung des Druckwerkes auch zugutetun.

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