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Nationalrevolutionäre Erste-Mai-Kundgebung in München-Pasing

04.05.2020 - 05:00

Der Erste Mai ist der traditionelle Kampftag der nationalrevolutionären Bewegung. In kraftvollen Demonstrationen werden die Forderungen der Bewegung auf die Straße getragen. Weil in diesem Jahr die zentrale Demonstration aufgrund der Covid19-Bestimmungen ausgefallen ist, waren alle Aktivisten der Partei „Der III. Weg“ zu dezentralen Aktionen aufgefordert. Eine dieser dezentralen Aktionen war die Kundgebung in München-Pasing des Stützpunktes München / Oberbayern.

Die Absage der Demonstration in Erfurt aufgrund der unverhältnismäßigen Maßregelungen der örtlichen Behörden hatte schnelles Handeln erforderlich gemacht. Münchner Aktivisten entschieden sich, eine eigene Kundgebung durchzuführen. Mit München-Pasing wurde ein Viertel als Veranstaltungsort ausgesucht, wo bereits mehrmals Präsenz gezeigt wurde. So waren lokale Aktivisten im vergangenen Mai zu einem Gedenken an einem Denkmal vor Ort und zogen im Januar im Rahmen einer nationalen Streife durch das Viertel (siehe: „Kundgebung“ und Nationale Streife in München-Pasing und Gedenken zum 08. Mai in München).

Aufmerksamkeit hervorrufen per Auflage verboten

Generell ist München bekannt für seine gut vernetzte linksextreme Szene und deren gute Kontakte zu staatlichen Behörden. So verwunderte es nicht, dass auf linksextremen Internetseiten bereits unmittelbar nach der Anmeldung der Kundgebung bereits auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht wurde. Auch in München versuchte die Stadt die Kundgebung durch ein Verbot zu verhindern und durch harte Auflagen zu behindern. Jedoch konnte eine Sondergenehmigung erwirkt werden. Während eine Demonstration mit mehreren Hundert Teilnehmern der kommunistischen „Antikapitalistischen Linken“ genehmigt wurde, erhielt die nationalrevolutionäre Bewegung lediglich eine Genehmigung für 20 Teilnehmer ihrer Veranstaltung. Weitere politisch-motivierte Auflagen der Behörden waren das Verbot von Redebeiträgen, Musikbeiträgen, Sprechchören oder einer öffentlichen Bewerbung der Veranstaltung. Laut Auflagen war es verboten „gezielte Aufmerksamkeit bei den Passanten außerhalb der Versammlungsfläche zu erwecken.“

Linksextremisten leisten ungewollt Beistand

Dermaßen in den Grundrechten der Versammlungsfreiheit, beschnitten bekamen die Kundgebungsteilnehmer jedoch ungewollte Schützenhilfe von der Gegenseite. Während es der Partei „Der III. Weg“ nicht genehmigt war, öffentlich Sympathisanten der Bewegung auf die Kundgebung aufmerksam zu machen, konnten Linksextreme natürlich beliebig zu Gegenprotesten aufrufen. Das zu erwartende Bild bot sich den Teilnehmern am Veranstaltungsort. Rund um den Pasinger Marienplatz hatten sich etwa siebzig Linksextremisten versammelt. Betrunkene Punker, aggressive Antifaschisten, flachbrüstige Feministinnen lungerten ohne Rücksichtnahme auf Abstandsregelungen um den abgezäunten Bereich für die Veranstaltungsteilnehmer. Die Aufmerksamkeit der Passanten wurde so doch erweckt. Viele Münchner kamen heran und wollten nach dem Grund für diesen – in Corona-Zeiten so ungewöhnlichen – Menschenauflauf erfahren. Da auch nur ca. 70 Gegendemonstranten zusammenkamen, konnten diese den eingegitterten Bereich auch nicht vollständig abschirmen. Unbeeindruckt und diszipliniert zeigten die nationalen Aktivisten Flagge und gaben hiermit einen guten Kontrast zu den pöbelnden Gegendemonstranten.

Disziplinierte Kundgebung

Im Rahmen einer szenischen Darstellung wurde auf die wahre Krise hinter dem Corona-Wahn aufmerksam gemacht. Zwei Aktivisten in Malerkitteln präsentierten Tafeln mit der Aufschrift: Das System ist am Ende. Darunter standen zahlreiche Folgen der jahrelangen kapitalistischen Misswirtschaft. Die negativen Folgen von Globalisierung, Spardiktaten bei öffentlichen Einrichtungen und Privatisierungsorgien zeigen sich heute in aller Deutlichkeit. Während der Mittelstand in Deutschland akut bedroht ist und das Heer der unterbezahlten und ausgebeuteten Niedriglohnempfängern wächst, kann sich nur eine kleine, gierige und skrupellose internationale Finanzelite zu den Gewinnern des Systems zählen. Diese jahrelange, schleppende Entwicklung hat derzeit eine rasante Beschleunigung erfahren. Doch immer mehr Menschen zweifeln an den Segnungen und der Unfehlbarkeit der sogenannten „sozialen Marktwirtschaft“. Diesen Menschen kann die Linke mit ihren überholten Theoremen keine stringenten Lösungsansätze aufzeigen. Statt auf Luftschlösser zu setzen, zeigt die nationalrevolutionäre Bewegung einen klar vorgezeichneten Ausweg auf: den Deutschen Sozialismus. Mit dieser Parole beendete Stützpunktleiter Karl-Heinz Statzberger auch die disziplinierte Veranstaltung.

Der Abmarsch der Veranstaltungsteilnehmer gestaltete sich dann ereignisreich. Es kam zu Wortgefechten und wüsten Beschimpfungen durch die „opponierenden Teilnehmer“, wie Gegendemonstranten im Münchner Polizeijargon heißen. Ein schmächtiger Neger drohte einem Veranstaltungsteilnehmer mit dem Tode. Ein offenbar auswärtiger Linksextremist verhöhnte einen bei einem Autounfall tödlich verunglückten Kameraden. In einer Ausfallstraße vor dem Bahnhof Pasing bildeten die Linksextremisten eine Straßenblockade. Überall auf den Balkonen beobachteten neugierige Anwohner das Geschehen, ein offenbar verunsichertes Pärchen war zwischen Polizisten und Linksextremisten in seinem Auto gefangen. Als die Polizisten sich langsam auf eine Räumung der Blockade vorbereiteten, lösten die Antifas eiligst ihre Blockade auf und verließen fluchtartig die Straße. Wenige Meter weiter versammelten sich die Linksextremisten jedoch erneut, diesmal im Bereich der Straßenbahnen vor dem Pasinger Bahnhof. Nun waren die Einsatzkräfte vollkommen aus dem Konzept gebracht. In einem unübersichtlichen Gedränge sollten die Nationalisten an einem Bus vorbei gedrängt werden. Die Polizei forderte die Nationalisten auf, eng zusammenzubleiben, und rief zur Eile auf.

Polizeiliche Schützenhilfe für Linksextremisten

Diesen chaotischen Moment nutzten Vermummte zu einem Angriff aus. Die Attacke auf die Kundgebungsteilnehmer wurde erfolgreich abgewehrt, bis die Münchner Polizei dazwischen ging. In völliger Verkennung der Situation schlugen die Polizeibeamten des Unterstützungskommandos (USK) nämlich auf die angegriffenen Mitglieder des „III. Weg“ ein. Der Gebietsleiter West Julian Bender wurde von mehreren Einsatzkräften brutal zu Boden gerissen und die weiteren Teilnehmer unter Tritten und Schlägen zurückgedrängt. Die unerwartete Schützenhilfe der Staatsmacht nutzten die kommunistischen Angreifer natürlich bereitwillig aus und konnten so einige Kundgebungsmittel rauben.

Allen Widrigkeiten zum Trotz

Trotz der Festnahme von Julian Bender, des brutalen Vorgehens der Polizei gegen die nationalrevolutionären Kundgebungsteilnehmer und der absurden Auflagen konnte an diesen 1. Mai 2020 in München auch ein Zeichen gesetzt werden. Ein Zeichen, dass es auch mit wenigen Teilnehmern in Zeiten des Corona-Wahnsinns möglich ist, Aufmerksamkeit zu erzielen und sich politisch zu betätigen. In den Zeiten von Ausgangssperren und Kontaktverboten war es auch für die Teilnehmer wieder eine gute Erfahrung im politischen Kampf für die gerechte Sache auf der Straße zu stehen.

Weitere Fotos der Kundgebung

1. Mai München-Pasing

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