Stützpunktabend zum Thema „Viren und SARS-2“
Beim monatlichen Stützpunktabend setzten wir uns diesmal mit der Frage nach der Gefährlichkeit des Virus SARS-2 und der Entstehung einer Viruserkrankung auseinander. Hierzu konnten wir einen Fachmann gewinnen, der uns nochmals Grundlegendes vermittelte.
Es gibt Krankheitserreger, die als wesentlichen Bestandteil ein Informationsmolekül enthalten, eine Nukleinsäure-Perlenschnur, manchmal auch in mehreren Stücken. Das kann DNS oder RNS sein. Es sind unbelebte Stücke Information. Man nennt sie „Viren“. Lebende Zellen (Körperzellen) können diese Viren anlagern, aufnehmen und das Informationsmolekül von anderen Bestandteilen entkleiden. Dann kann die Virus-Nukleinsäure („NS“) die Zelle umsteuern wie eine Computer-Kassette. Die Zelle stellt dann vor allem Virusbestandteile her, die sich zu neuen Viren vereinigen. Die neugebildeten Viren werden massenhaft aus der Zelle geschleust und können wieder an geeignete andere Zellen angelagert werden. Die Vermehrung des Virus führt in der Regel zum Untergang der betreffenden Zelle. Daher sind Viren sehr oft Auslöser von Krankheiten, die leicht, schwer oder tödlich verlaufen können.
Es gibt eine ungeheuer große Zahl völlig verschiedener Viren, sie unterscheiden sich in Größe, Gestalt, DNS oder RNS, in diversen weiteren Eigenschaften der NS, Gehalt an weiteren Bestandteilen (Eiweiß oder Fettstoffe), und vor allem darin, an welche Zellen sie angelagert werden können. Es gibt Viren, die in Bakterien, Pflanzen, Algen, Pilzen, bestimmten Tieren und auch im Menschen geeignete Zellen zur Anlagerung finden. Zudem sind solche Zellen organspezifisch, es können etwa Lungen-, Haut-, Nerven-, oder Blutzellen sein. Allein jene Viren, die bei Menschen Krankheiten auslösen („humanpathogen“), zählen zu Hunderten. Die NS von Viren ist bei der Vermehrung zufälligen Erbänderungen (Mutationen) ausgesetzt, die eine andere Spezifität für Empfängerzellen mit sich bringen können. Deshalb kommt es nicht selten vor, daß ein Virus vom Tier auf den Menschen überspringt (z.B. HIV, Ebola, Pocken, Grippevirus=Influenza u.a.)
Es gibt eine Familie humanpathogener Viren, die Coronaviren. Im Elektronenmikroskop sehen sie alle gleich aus (wie Krönchen). Die meisten Coronaviren sind tierspezifisch (viele Tierarten), einige davon verursachen beim Menschen harmlose Erkältungskrankheiten („grippale Infekte“). Dreimal ist es dazu gekommen, daß ein tierspezifisches Coronavirus nach Mutationen auf den Menschen übergegangen ist. 2002/03 trat SARS-1 auf, später MERS und 2019 SARS-2.
SARS-2 verursacht die Krankheit „COVID-19“, über die wir noch nicht alles wissen. Es gibt eine außerordentlich hohe Übertragbarkeit des Virus, selbiges wird bereits übertragen, bevor Symptome auftreten. Nach heutigem Stand erkranken 80% der Infizierten „leicht“, wie bei einer typischen Erkältungskrankheit, die nach drei bis sieben Tagen vorbei ist. Jeder Fünfte Infizierte erkrankt „schwer“: 4-6 Wochen hohes Fieber, extreme Schwäche, Atemnot (24 h Sauerstoffmaske), Lungenentzündung, Schmerzen. Das Herz und das Adernsystem können betroffen sein, Spätfolgen sind wahrscheinlich. Ist der Patient so schwach, daß er nicht mehr selbst Atemholen kann, muß er ins Koma versetzt und maschinell beatmet, zuletzt an die Herz-Lungenmaschine angeschlossen werden. 1-5 % der Infizierten versterben. Der Arzt erkennt aus dem klinischen Bild, daß die Viruserkrankung die Todesursache war, eine Obduktion ist nicht erforderlich. Daher sind die Formulierungen „an“ oder „mit“ wenig hilfreich. Risikofaktoren sind Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Allergien, Herzprobleme, Altersschwäche und krebsartige Zellveränderungen. Das sind Dispositionen, an denen auch Junge leiden, die aber im Alter vermehrt auftreten. Die meisten dieser Zustände sind zwar ungesund, man kann aber Jahrzehnte unbeschwert mit ihnen leben, ist vielleicht auf Medikation angewiesen. Selbst mit Wucherungen der Prostata und chronischen Leukämien kann man viele Jahre leben.
Die große Gefahr von SARS-2 ist die „exponentielle“ Ausbreitung in der Bevölkerung: Einer infiziert 5, die wieder 25, 125, 625, . . . , die Zahlen steigen binnen Wochen in die Millionen. Quarantäne ist erst möglich, wenn die Infektion erkannt ist. Der Erstinfizierte kann dann schon sein gesamtes Umfeld angesteckt haben; entscheidend ist der „Reproduktionsfaktor“ R, der angibt, wie viele Gesunde ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Liegt „R“ nahe 1, dann ändert sich die Zahl der Infizierten im Zeitverlauf nicht, es werden laufend andere Gruppen der Bevölkerung krank, diese Woche 20.000, nächste Woche andere 20.000 Personen, usw., ein Ende der Epidemie und der Quarantänemaßnahmen gibt es nie, wenn nicht Heilmittel oder Impfstoffe die Epidemie zum Stillstand bringen.
So die wissenschaftlichen Ausführungen zu einer SARS-Viruserkrankung. Anschließend diskutierten alle Anwesenden lebhaft über den Umgang mit Corona, den damit erlassenen Einschränkungen, Beschränkung der Freiheitsrechte bis hin zu einem neuerlichen „Lockdown“.
Es gibt aus Sicht des Fachmanns verschiedene Wege, mit einer solchen Epidemie umzugehen:
a) VERMEIDEN: Diesen Weg hat das demokratische Taiwan (24 Mio E.) gewählt. Seit SARS-1 gibt es dort eine Behörde, die akribisch aufpaßt, ob ein neues gefährliches Virus auftritt. Sowas gibt es im Westen nicht. Es gab dort einen detaillierten Organisationsplan, was in einem solchen Fall zu tun ist und einen Vorrat an Schutzmitteln. 2019 wurde das Auftreten der allerersten COVID-19-Patienten entdeckt. Schon am 31. Dezember traten die ersten von 124 (!!!) Maßnahmen in Kraft. Das Land informierte am 31. Dezember 2019 (!!!) die WHO und zusätzlich alle Länder der Erde durch Veröffentlichung aller Tatsachen in den maßgebenden US-Fachzeitschriften: über das Virus, die Übertragbarkeit, die Krankheit und die notwendigen Maßnahmen. Da alle Gesundheitsbehörden (z.B. RKI) sich aus diesen Zeitschriften informieren, waren alle Regierungen des „Westens“ voll informiert und hätten SOFORT die Maßnahmen treffen können, die Taiwan genannt hat. Es gab dort keine Epidemie, nur wenige Erkrankungen, kaum soziale Einschränkungen, die Wirtschaft blüht!
b) EXP. VERMEHRUNG STOPPEN: China hat die allererste Phase verpaßt, zudem ist das Land ein 1,4-Milliarden-Koloß. Es begann die exponentielle Ausbreitung, kaum in den Griff zu kriegen! Aber dem autoritär geführten Land gelang das (fast) Unmögliche mit außerordentlich drastischen Mitteln. Etwa wurde innerhalb einer Woche ein riesiges Behelfskrankenhaus auf der grünen Wiese gebaut! Hier dauert ein Flughafen, ein Bahnhof oder ein Konzertgebäude viele Jahre. Bereits seit März/April ist die Epidemie in China so gut wie vollständig besiegt, es gibt kaum noch Neuinfektionen! An Impfstoffen wird intensiv gearbeitet, der erste ist bereits zugelassen, die Wirtschaft ist (fast) völlig erholt.
c) DER WEG DES “WESTENS”: Die BRD und der übrige „Westen“ hatte im Januar die Wahl, wie Taiwan die Epidemie zu vermeiden oder (wie China) erstmal alles laufen zu lassen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen im Januar (!!!) hätte die Merkel-Gruppe der BRD-Bevölkerung die gesamte Katastrophe mit 10.000 Toten, Hunderttausenden Schwerkranken, den Quarantänemaßnahmen und dem möglichen Zusammenbruch von Währung und Wirtschaft ersparen können. Erstaunlicherweise haben sich alle Regierungen des „Westens“ dazu entschieden, die exp. Ausbreitung zuzulassen: Der Westen wollte die Epidemie: ein Verbrechen der Massentötung und der bewußten schweren Schädigung der Völker! Warum? Man wußte, daß das Wirtschaftssystem ohnehin krachen würde; jetzt ist das Virus schuld. Außerdem erlaubt die Quarantäne mehr Kontrolle, Zerstörung der Volksgemeinschaft und Entsolidarisierung.