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Teilnahme am “Tollensemarsch” 2020 bei Neubrandenburg

11.03.2020 - 05:00

Am 29.02.2020 war es wieder soweit, und der in den Jahren legendär gewordene  “Tollensemarsch” fand zur Freude vieler Natur- und sportbegeisterter Landsleute, am gleichnamigen Tollensesee bei Neubrandenburg zum bereits 17. Mal statt. Organisiert von freien Kameradschaften aus Mecklenburg und Pommern, war auch unsere Marschgemeinschaft von Aktivisten unserer Partei “Der III. Weg” aus den Brandenburger Stützpunkten sowie aus dem Stützpunkt Berlin am Start.

Sowohl während der diesjährigen 2. Etappe beim Fackelmarsch “Ein Licht für Dresden” als auch beim “Ausbruch 60” in Budapest, hatten die Aktivisten ihre körperliche Fitness unter Beweis gestellt und waren folglich hochmotiviert. Am Ausgangspunkt des Tollensemarsches waren wir zusammen mit den Kameraden von den Verpflegungsstationen an die 60 Teilnehmer, inklusive fünf Frauen und ein Knabe von zwölf Jahren. Obwohl der Treffpunkt im Vorfeld für den Start “konspirativ” beworben wurde, hatten wir nahezu an der gesamten Strecke um den See (ca. 38 km) entlang hoheitliches Geleit von mindestens zwei polizeilichen Einsatzfahrzeugen.

 

 

Pünktlich gegen 9 Uhr bei strömendem Regen gestartet, setzte sich unsere Truppe zielgerichtet an die Spitze des Marschfeldes. Zügig ging es anfangs auf breiten Wander- und Radwegen durch Parkanlagen am See entlang. Nach etwa zwei Kilometern des Weges wurde unsere Gemeinschaft von Antifa-Fotografen abgelichtet. Hinter Busch und Tann schlecht getarnt, richteten sie, wie auch in den vorhergehenden Jahren, ihre Teleobjektive medienwirksam auf uns. Das war es dann aber auch schon mit den “Leuten von der anderen Feldpostnummer.”

Unser Marsch blieb in Folge provokationsfrei. Ab dem Kilometer fünf gingen wir vorübergehend unseren eigenen Weg. Einen Pfad mit stellenweise nassem Wurzelwerk, schlammigem Untergrund, unmittelbar am See entlang, weckte die Neugier. Später stießen wir erneut mit  1,5 km mehr unter den Füßen auf die Hauptmarschgruppe, die uns nun vorauseilte. Wir begannen das Feld teilweise von hinten aufzulaufen.

 

 

Bei Kilometer 13 wurde der 1. Verpflegungspunkt passiert. Frische Getränke, Kaffee, Bananen und Äpfel waren ein Labsal. Gestärkt und ein wenig ausgeruht ging es auf mehr oder weniger breiteren Wegen, hügelig über Wiesen durch Wälder und Dörfer, den Tollensesee in der Ferne immer im Blick, tapfer weiter. Der Regen hatte zwischenzeitlich aufgehört. Die Wolken rissen auf und die durchbrechenden Sonnenstahlen taten allen gut. Die Marschierer im Feld waren in kleine Gruppen auseinandergerissen. Wir hatten uns entschlossen, als Gruppe bis zum Ziel zusammen das Tempo etwas rauszunehmen. Auch weil eine Kameradin, 68-jährig, gemeinsam mit den Kameraden ankommen wollte. Bei Kilometer 26 erwartete uns die vorletzte Verpflegestation. Die danach kommenden ca. 5 Kilometer ging es stetig leicht “bergauf, bergab”. Wald, Straße und Radwege wechselten in Folge.

Der Tollensesee, der uns magisch anzog, war vorerst noch nicht in Sicht. Angesichts der bevorstehenden letzten ca. 8 Kilometer fiel dann unsere Gruppe, immer in Sicht der Zurückgebliebenen, auseinander. Am Rundwanderweg des Sees angekommen wussten alle, das Ziel ist nah. Zwischen 15:30 Uhr und 16 Uhr trudelten wir auf dem ersehnten Ziel-Parkplatz ein. Endlich sitzen, Erbsensuppe mit Würstchen, viel Mineralwasser, hier und da Magnesium-Tabletten zum Entkrampfen der unteren Gliedmaßen, und das begehrte Leistungsabzeichen, ließen die körperlichen und geistigen Kräfte zurückkehren. Wir hatten unseren Tollensemarsch 2020 und so manch einer/eine auch im Kampf mit und gegen den “inneren Schweinehund” erfolgreich gemeistert.

Eine pfiffige Idee vom Veranstalter war und ist das erworbene Leistungsabzeichen nach dem nächsten Marsch in ein Neues einzutauschen, jeweils mit der entsprechenden Zahl gekennzeichnet, wie oft man teilgenommen hat (maximal 10 Mal).

Das abschließende Gruppenbild unserer Gemeinschaft manifestiert einmal mehr den Entschluss, dass im Jahr 2021 erneut Kameraden vom “III. WEG”, nicht nur aus Berlin/Brandenburg, beim Tollensemarsch mitmarschieren.

 

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