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Westerwald: Trotz Verbot brannte das Sonnenwendfeuer

22.06.2020 - 00:50

Zur diesjährigen Sommersonnenwende trafen sich Aktivisten und Freunde des “III. Weg” aus dem Gebietsverband West im Westerwald, um im familiären Umfeld den längsten Tag des Jahres gemeinsam zu verbringen. Gemeinschaft stellte den Schwerpunkt des gestrigen Tages dar, wobei auch die Kleinen u.a. mit einer Schnitzeljagd voll auf ihre Kosten kamen. Alle Anwesenden genossen in vollen Zügen den entspannten Nachmittag mit Gleichgesinnten in einer wunderschönen Landschaft.

Leider wurde der Tag durch das repressive Verhalten des Staates getrübt, da man angeblich gegen die Corona-Auflagen verstoßen hätte und somit gegen 20 Uhr den angemieteten Ort räumen mußte. Das Sonnenwendfeuer konnte auf Grund der anwesenden Polizei und Staatsschutz zu diesem Zeitpunkt nicht entfacht werden, was aber eine kleinere Gruppe  von Volkstreuen nicht davon abhielt, zu späterer Stunde im kleinen Kreis dies feierlich nachzuholen.

Sommersonnenwende

Dunkle Wälder, Ährenfelder
Liegen rings in weiter Runde.
Wiesensäume, Busch und Bäume
harren still der hohen Stunde.
Wege gehen in grauer Ferne,
Wolken drüber ziehn und Sterne
In der Sommernacht.

Gottes Sonne ist mit Wonne
ihre mächtige Bahn gezogen,
ewgen Willen zu erfüllen,
herbstwärts wendet nun ihr Bogen.
Ähren bald sich reifend neigen,
starken Lebens Sinn zu zeigen
wie von Anbeginn.

Reicht die Hände! Sonnenwende
wollen froh wir heut begehen.
Schlagt zusammen, helle Flammen,
daß es weit im Lande zu sehen.
Glüht als Dank der Mutter Erde,
Leuchtet fort an Hauses Herde
durch des Jahres Lauf!

-L. Stengel von Rutkowski-

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